Tulpen
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Der hundertjährige Kalender |
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verkündet wieder blaue Wunder, |
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denn er behauptet steif und fest, |
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daß dieses Jahr ein Mistjahr ist.
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Der Winter reicht bis in den Sommer |
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und hält sich da zu unserm Kummer |
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und überschlägt den Herbst im Nu, |
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bis Schnee deckt unsre Gärten zu.
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Doch was auch immer werden mag |
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wir warten einfach auf den Tag, |
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an dem die bunten Tulpen blühn! |
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Und wenn auch schwarze Wolken ziehn,
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und der Kalender prophezeit |
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schlecht' Wetter bis in Ewigkeit, |
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und wenn er meckert noch und noch: |
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Den Frühling gibt es eben doch!
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L. Schabacker |