Gebet in Bordeaux
Hildegard Sebastian, Daun
|
Lieber Gott, ich will Dich bitten. |
|
Du gabst uns zwar reichlich Fritten; |
|
aber unser Hühnerbein, |
|
laß es nächstens größer sein. |
|
Die mit uns am Tische saßen |
|
und das Schweinefilet aßen, |
|
waren heut' die klügsten Esser, |
|
denn sie standen sich viel besser. |
|
Ja die hatten gleich zwei Stück, |
|
doch weil wir ja schon so dick, |
|
dachte sich Musjö vielleicht |
|
daß ein kleines Beinchen reicht! |
|
Wenn Bordeaux ich wiederseh' |
|
dann erleuchte den Musjö, |
|
daß den Koch er recht berät |
|
und ein großes Hähnchen brät! |
|
Sonst ist es uns ganz egal, |
|
und wir essen nächstes Mal, |
|
wenn es schon so kommen muß, |
|
nur ein Würstchen in dem Bus. |
|
Denn es hat der Rainer Schoden |
|
diese Dinger angeboten! |
|
Lieber Gott ich dank Dir - Amen - |
|
auch in aller ander'n Namen! |