Apfelblütenzeit
|
Zögernd, wenn schon weiß wie Schaum |
|
alle Blütenbäume blühen, |
|
endlich fängt der Apfelbaum |
|
an, in Rot und Weiß zu glühen.
|
|
Bräunlich-gelbe Staubgefäße, |
|
bläßlich-grüne Stempelknoten |
|
geben Blüten artgemäße |
|
Mitte, - frühe Apfelboten.
|
|
Zarte Schönheit, feiner Duft |
|
läßt die Bienen emsig schwirren |
|
in der warmen Frühlingsluft, |
|
will auch Menschen froh verwirren! |
Stiefmütterchen
|
Sie seh'n aus wie Katzenköpfchen, |
|
die bescheid'nen, kleinen Tröpfchen. |
|
Hart im Nehmen, überdauern |
|
sie im Winter Kälteschauern |
|
unbeschadet, sind dann gleich |
|
erste aus dem Blumenreich, |
|
die im Fensterkasten schnell |
|
mit dem Blühen sind zur Stell'! |
|
Bunt in kühler Frühlingsluft |
|
blühen sie mit zartem Duft. |
|
Mit fünf samt'nen Blütenblättern |
|
zart sie trotzen allen Wettern. |
|
Gertrud Knobloch, Bonn |