von Felicitas Schulz, Hillesheim
Glückliche Gesichter nach getaner Arbeit: Manfred Bauer, Ernst Mathar, Initiatorin Felicitas Schulz, Hans-Otto Weyand (von links) vor dem Schild am Neutor.
Auch wenn Corona-bedingt keine Stadtführungen in Hillesheim stattfinden, hält es Touristen nicht davon ab, die Europäische Beispielstadt und Krimihauptstadt zu besuchen. Die seit 30 Jahren vor Ort tätige Stadtführerin Felicitas Schulz verfolgte schon länger die Idee, geschichtlich markante Gebäude auf kleinen Schildern mit Kurztexten zu versehen.
Mit fachlicher Hilfe von Klaus Follmann und dem Einverständnis der Gebäudebesitzer begann das Projekt Gestalt anzunehmen. Stadtbürgermeisterin Gabi Braun, die Stadtverwaltung und Manfred Schmitz als der Geschäftsführer der Tourist-Information waren dafür sehr aufgeschlossen.
Bereits vorab hatte sich die Seniorengruppe bereit erklärt, die Schilder mit den Texten zu befestigen. Manfred Bauer, Ernst Mathar und Hans-Otto Weyand haben in mehreren Arbeitseinsätzen 19 Schilder angebracht, wobei mehrmals handwerkliches Geschick zum Anbringen auf Mauern und Fassaden vonnöten war. Doch die Arbeit hat sich gelohnt.
So lässt sich zum Beispiel am Neutor eine Tafel finden, auf der erklärt wird, dass eben dieses Neutor in die Stadtmauer geschlagen wurde, um in früheren Zeiten Fuhrwerken und längeren Gespannen die Ein- und Ausfahrt in die Stadt zu erleichtern. Oder an der „Villa Sorgenfrei" im Schützenweg lässt sich lesen, dass dieses Gebäude seit Beginn des 19. Jahrhunderts als befristete Unterkunft für verarmte Familien diente. Diese Maßnahme hatten Ende des 18. Jahrhunderts die französischen Machthaber eingeführt.
Die Schilder geben Einheimischen und allen Besuchern in ansprechender Form Hintergrundinformationen zu sehenswerten Bauten und deren Geschichte im gesamten Stadtgebiet. Ein Flyer mit Informationen zu allen 19 „beschilderten" Gebäuden ist in Arbeit.