WFG Vulkaneifel

Seit über 40 Jahren aktiv für die Förderung der Wirtschaft

von Klaus Schäfer, Bonn

Ein Jubiläum kommt selten allein: Die 50. Ausgabe des Heimatjahrbuch und das 40-jährige Bestehen der Wirtschaftsförde-rungsgesellschaft Vulkaneifel im Jahr 2022 fallen fast zusammen. Umso passender ist das Motto „Leben und Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Die Vulkaneifel — ein Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum". Grund genug, sowohl einen Blick auf das Gründungsjahr der WFG zu werfen, wichtige Arbeitsschwerpunkte zu skizzieren und perspektivisch nach vorne zu sehen.


40 Jahre - ein Blick zurück

1982 wurde die „Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Touristinformation Vulkaneifel" als „zuständige Touristikstelle für das Gesamtgebiet der Vulkaneifel" gegründet. Was war das für eine Zeit und was prägte dieses Jahr? Erinnern wir uns an einige markante Ereignisse. Der HSV war Deutscher Fußballmeister, Nicole gewann mit „Ein bisschen Frieden" den Eurovision Song Contest, ein Liter Benzin kostete 1,36 DM, ein Bier 1,80 DM. Die digitale Gesellschaft stand noch am Anfang — der erste Commodore 64 kam auf den Markt. Und der Student Scott Fahlmann erfand die Zeichenfolge :-) aus drei ASCII-Zeichen für Scherze im E-Mail-Verkehr — mit diesem Smiley war das erste Emoticon geboren. Politisch war es ein Jahr des Umbruchs: Helmut Kohl wurde nach einem konstruktiven Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt zum neuen Regierungschef gewählt. Neben dem beherrschenden Thema der Friedensdemonstrationen war es auch ein Jahr einer Wirtschaftskrise: Mehr als zwei Millionen Menschen waren ohne Arbeit, es herrschte eine erhebliche Lehrstellenknappheit und die Zahl der Konkurse stieg — auch durch die zunehmende Technisierung der Arbeitswelt. Nicht umsonst war „Ellenbogengesellschaft" das Wort des Jahres 1982.


„Wirtschaftsförderung durch Touristinformation"

Das war der Slogan in den Anfangsjahren der WFG Vulkaneifel, die werbliche Maßnahmen und Marketingaktivitäten für eine Region bündelte, über die es im Heimatjahrbuch 1987 hieß: „Längst ist sie aus dem Dornröschenschlaf erwacht, die Vulkaneifel. Von Jahr zu Jahr verbringen immer mehr Gäste hier ihren Urlaub. Die derzeitige tatsächliche Übernachtungszahl dürfte bei etwa 2,5 Mio. liegen. Seit Anfang der 70er Jahre wird das Gebiet zwischen Bad Bertrich im Süden und Ormont/Kronenburg im Norden unter der zugkräftigen Bezeichnung »Vulkaneifel« touristisch vermarktet. Zwischenzeitlich hat sich die Vulkaneifel durch zahlreiche Aktivitäten einen Namen gemacht und auch einen breiten Bekanntheitsgrad innerhalb der deutschen Urlaubslandschaften erworben. Dies ist in erster Linie zurückzuführen auf die zahlreichen und vielfältigen Werbeaktivitäten. Im Rahmen der Werbearbeit bildet die Beteiligung an Touristikmessen einen besonderen Schwerpunkt und ist damit ein Eckpfeiler der Fremdenverkehrsarbeit." *1


„Mit uns sollten Sie reden!"

Unter diesem Motto baute die WFG Vulkaneifel in den Folgejahrzehnten konsequent ein umfassendes und professionelles Service- und Leistungsangebot auf und wurde zum Partner von Industrie, Handel, Handwerk, Gastronomie und sonstigen Gewerben. Ihr Selbstverständnis wandelte sich vom Touristikvermarkter zum Dienstleister für die regionale Wirtschaft. „Sie unterstützt bei Existenzgründungen und Existenzsicherungen, bei der Beantragung von öffentlichen Fördermitteln und behördlichen Verfahren, bei der Standortsuche und bei der Herstellung von Kontakten zu Forschungseinrichtungen", so war in der Darstellung der Aktivitäten zu lesen. Weiterhin hieß es: „Der Landkreis Daun ist ein Wirtschaftsstandort zwischen den Großen — im Herzen der Eifel und im Zentrum Europas, mit den besten Anbindungen zu den Wirtschaftsräumen Köln-Bonn, Rhein-Main und den Benelux-Ländern." *2


Wirtschaft - Freundschaft - Landschaft

Das waren laut WFG Vulkaneifel drei Komponenten, die der Region ihren ganz besonderen Charakter verliehen und entsprechend vom Kreis beworben wurden. „Tatkräftige und bodenständige Mitarbeiter, ein zu Kreativität anregendes Umfeld und eine Landschaft mit Charakter, Geschichte und Zukunft. Hier kooperieren Natur und Wirtschaft am richtigen Platz. In den fünf Verbandsgemeinden des Kreises stehen Industrie- und Gewerbeparks mit den besten Perspektiven zur Verfügung. Ein besonderes Angebot beim Start in die Selbstständigkeit erwartet Existenzgründer in den modern und bedarfsgerecht eingerichteten Gründerzentren." *2


Attraktive Region mit Perspektiven

Die Bedingungen für wirtschaftliches Handeln haben sich in den letzten vier Jahrzehnten erheblich gewandelt — und sie sind sowohl für Unternehmen und Institutionen wie auch für Auszubildende und Fachkräfte kontinuierlich besser geworden. Die Region hat es geschafft, eine Bandbreite von High-Tech-Unternehmen, spezialisiertem Handwerk und traditionellen Familienbetrieben zu entwickeln und sowohl für alteingesessene Firmen als auch für junge Startups ein attraktiver Ort zu werden. Die Eifel ist zu einer attraktiven Region mitten im Herzen Europas und zwischen großen Ballungsräumen geworden — hier gibt es mehr global agierende Firmen, als man vermutet, hier sind hochtechnisierte Betriebe mit interessanten beruflichen Perspektiven und hier haben viele Arbeitgeber ein hohes Interesse, ihre Mitarbeiter als Fachkräfte langfristig zu binden. Kurz gesagt: Mit einer Ausbildung in der Eifel ist man absolut konkurrenzfähig und kann überall hingehen. Man kann aber auch mit besten Zukunftsaussichten hier bleiben!


Durchstarten in der Heimat

Viele junge Menschen wussten nicht, welche spannenden Ausbildungsangebote in der näheren Umgebung existieren. Aber in der Eifel finden sich interessante Unternehmen, die heute schon die Fachkräfte von morgen suchen. Mit dem regelmäßig erscheinenden EIFEL STARTER hat die WFG Vulkaneifel deshalb seit Jahren ein Medium geschaffen, das sowohl gedruckt als auch digital Schülerinnen und Schülern viele Impulse in der Orientierungsphase zwischen Schule und Ausbildung gibt. Auch für den EIFEL STARTER haben die Jahre 2020, 2021 und 2022 eine Zwangspause mit sich gebracht. Aber die WFG hat schnell reagiert und es erschienen zwei Sonderausgaben „Corona STARTER" mit Informationen rund um den Bewerbungsprozess in Zeiten einer Pandemie. Denn es ist nach wie vor sinnvoll, eine Ausbildung zu beginnen. Auch in diesen für alle besonderen Zeiten ging in vielen Branchen das Arbeitsleben weiter und nach wie vor sind langfristig Fachkräfte Mangelware. Außerdem erschien trotz Corona die jährliche Jungunternehmerausgabe des EIFEL STARTER, denn trotz Pandemie gibt es in der Vulkaneifel immer noch viele entschlossene Gründerinnen und Gründer!


„Handwerk hat goldenen Boden "

Diese Weisheit ist zwar schon alt, aber immer noch aktuell. Wer einen abwechslungsreichen Beruf mit guten Perspektiven sucht, in dem Kopf und Hand, Kreativität und Können, Teamarbeit und Kundenkontakt gefragt sind, ist hier genau richtig. Die Wirtschaftsförderung Vulkaneifel ist in engem Austausch mit regionalen Handwerksbetrieben und informiert über interessante Praktikumsplätze, die einen guten Einblick in die unterschiedlichen Gewerke ermöglichen. Das Handwerk bietet in der Eifel sehr gute Start- und Entwicklungsmöglichkeiten!


Hidden Champions -auch in der EifeÜ

Unbestritten ist, dass mittelständische Unternehmen das Rückgrat der Wirtschaft in Deutschland sind. Entscheidend für die Exportstärke sind dabei die „Hidden Champions" — das sind kaum bekannte Weltmarktführer, die mit ihren Produkten rund um den Globus präsent sind. Sie kennzeichnen die Konzentration auf ein eng abgegrenztes Marktsegment, eine führende Position in der jeweiligen Branche und ein exzellenter Ruf in Fachkreisen. In der Öffentlichkeit sind sie eher weniger bekannt — selbst nicht in der unmittelbaren regionalen Umgebung. Aber sie bieten globale Chancen und sorgen durch ihre hohe Spezialisierung in ihrem Betrieb oft selbst für die Fachkräfte von morgen. Neben einer besonders qualifizierten Ausbildung und einer hohen Übernahmequote in eine langfristige Festanstellung für innovative Arbeitsplätze bieten sich auch immer wieder interessante Möglichkeiten, die Welt kennenzulernen. Hidden Champions gibt es auch in der Eifel — und die WFG Vulkanei-fel sorgt für Kontakte und ungewöhnliche Perspektiven.


Junge Talente als „FunkenSprüher" ausgezeichnet

Diese Initiative ist seit Jahren eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Mit dem Abschlussarbeitenpreis „FunkenSprüher" prämiert die Wirtschaftsförderungsgesell-schaft Vulkaneifel seit 2016 gemeinsam mit den drei Kreditinstituten im Landkreis Vulkaneifel — der Kreissparkasse Vulkaneifel, der Volksbank Eifel eG und der Volksbank RheinAhrEifel eG — schulische und studentische Arbeiten, die sich mit wirtschaftsrelevanten Themen aus dem Landkreis Vulkaneifel beschäftigen oder deren Ergebnisse einem Unternehmen oder einer Institution aus der Region zugutekommen. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, wie viele außergewöhnliche Ideen und Konzepte von vielen jungen Talenten entwickelt wurden. Aus manchen „FunkenSprühern" sind inzwischen auch erfolgreiche Gründerinnen und Gründer geworden. Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand im Jahr 2020 keine Prämierungsveranstaltung statt. Aber es gingen keine guten Ideen verloren — die Wettbewerbsrunden 2020 und 2021 wurden zusammengelegt und Ende 2021 fand erstmals eine digitale Preisverleihung für beide Jahre statt.


Gründer umfassend unterstützt

Die Initiative „Gründen auf dem Land" leistet seit Jahren als gemeinsames Projekt der Landkreise Cochem-Zell, Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel effektive Unterstützung beim Start in die Selbstständigkeit. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch die Pandemie gab es vielversprechende Unternehmensideen und mutige Gründer, die diese in der Vulkaneifel realisieren wollen. Existenzgründer in der Region können im Jahr 2022 aus insgesamt zwölf Einzelveranstaltungen wählen, bei denen ihnen Informationen und Beratung rund um die berufliche Selbstständigkeit vermittelt werden. Es geht auch weiter mit individueller Beratung durch Experten, Thementreffs und Crowdfunding Workshops — alles mit erneuter finanzieller Unterstützung der regionalen Banken.


Informationsportal startup-vulkaneifel.de etabliert

Hier finden Existenzgründer alle wichtigen Informationen für den Start als eigene Chefin und als eigener Chef im Landkreis Vulkaneifel: Förderprogramme, Tools zur Erstellung des Business Plans und Checklisten. Dieser gemeinsame Web-Auftritt der Wirtschaftsförderer der Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein und Kelberg sowie der WFG Vulkaneifel reagierte darauf, dass sich heutige Gründer die Informationen zu ihrer geplanten Selbstständigkeit am Anfang vor allem online beschaffen. Dabei soll die Nutzung des Portals die persönliche Beratung auf keinen Fall ersetzen. Auf jeder Unterseite des Portals wird daher immer wieder dazu aufgefordert, ein kostenfreies Erstberatungs-gespräch zur Gründung bei den Wirtschaftsförderern in Anspruch zu nehmen. Ergänzt werden die Informationen immer um die jeweiligen Ansprechpartner aus dem Landkreis, beispielsweise bei der Verwaltung oder den Banken. Künftig ist auch die Gewerbeanmeldung direkt aus dem Portal heraus möglich.


LEADER-Projekt „NeuUnternehmer" durchgeführt

Gerade in familiär geführten Unternehmen ist eine vorausschauend organisierte Unternehmensnachfolge eine maßgebliche Voraussetzung für den Fortbestand einer oft langen Tradition. In jedem Fall sind ein langfristiger Vorlauf und eine klare Abstimmung aller Beteiligten von Vorteil, um Unternehmen mit neuen Impulsen, Ideen und Innovationen zukunftsfähig zu machen und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. Auch wenn es darum geht, die Entscheidung zur Unternehmensgründung selbst zu fällen, muss der weitere Weg nicht alleine gegangen werden. Die entsprechend dem LEADER-Projekt „NeuUnternehmer" entwickelten Angebote der Wirt-schaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel bieten seit 2019 ein umfassendes Beratungs-, Qualifizierungs- und Vernetzungsangebot für junge Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach der Neugründung oder Unternehmensnachfolge. Es zielt vor allem auf die Phase zwischen Gründung und Etablierung als Bestandsunternehmen am Markt. Auch in den schwierigen Zeiten der Pandemie gab es in der Vulkaneifel unerschütterlichen Mut und Optimismus, um den Lebenstraum umzusetzen — das zeigte die hohe Zahl an Startups, die die WFG auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft begleiten konnte.


Gezielte Angebote für den Einzelhandel entwickelt

Lockdown, Maskenpflicht, Abstandsgebote, Zugangsbeschränkungen — diese Rahmenbedingungen prägten seit dem Frühjahr 2020 das Einkaufen der Deutschen. Das hat zum Teil verheerende Auswirkungen für den Handel vor Ort. Statistiken belegen, dass der Online- und Versandhandel mit teilweise zweistelligen Umsatzsteigerungen klarer Gewinner der Corona-Krise ist. Um dem entgegenzuwirken und die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler im Landkreis Vulkaneifel zu stärken, bot die Wirtschafts-förderungsgesellschaft Vulkaneifel gemeinsam mit den Gewerbevereinen aus der Region Online-Seminare an. Wichtige Themen für den Einzelhandel von morgen sind dabei unter anderem die Geschäftsmodellentwicklung, mögliche Gründe für den Aufbau eines eigenen Online-Shops und Aktuelles zu Kassen und Bezahlsystemen. Das Thema geht alle an und es geht weiter: Der Erfolg des Online-Handels wird auch nach dem Ende der Pandemie dazu führen, dass der stationäre Handel entlang der sogenannten Customer Journey nach neuen Konzepten suchen muss, um für die Kunden weiterhin relevant zu sein. Das LEADER-ge-förderte WFG-Projekt „Beratungsförderung: Digitalisierung im stationären Einzelhandel" wird deshalb Unternehmen in den Jahren 2022 und 2023 ermöglichen, mit Hilfe eines externen Beraters vor Ort in ihren Geschäften ausgehend vom Status quo einen Plan zu erarbeiten, welche Schritte notwendig und möglich sind, um das Unternehmen für die Zukunft zu stärken.


Unterstützung regionaler Erzeuger

Die Wertschätzung von regionalen Produkten schafft Identität, eine Vernetzung regionaler Erzeuger hilft beim gegenseitigen Erfahrungsaustausch und eine größere Bekanntheit in Richtung Konsumenten, Touristen und Vermarkter schafft neue Absatzmöglichkeiten. Um diese Ziele gemeinsam zu erreichen, wurde 2022 das „Netzwerk regionale Erzeuger" als LEADER-Projekt gemeinsam mit den drei Verbandsgemeinden Daun, Gerolstein und Kelberg und der WFG Vulkaneifel ins Leben gerufen. Umfragen zeigen, dass während der Corona-Pandemie in der Bevölkerung der Wunsch nach regionaler Versorgung gewachsen ist und es eine deutlich höhere Bereitschaft gibt, regional erzeugte Produkte zu kaufen und regionale Wertschöpfungsketten zu unterstützen. Diesen Trend wollen die Wirtschaftsförderer sich zu Nutze machen und die regionalen Erzeuger in ihrem wirtschaftlichen Handeln gezielt unterstützen. Dabei sollen alle berücksichtigt werden, die vor Ort im Landkreis Vulkaneifel Produkte für den Endverbraucher erzeugen, z. B. auch Spielzeug, Möbel, Keramik.


Betriebsbesuch mit Landrätin Julia Gieseking bei BD Rowa, Kelberg, 2021.


Neue Impulse gesetzt

Das Jahr 2021 war für die WFG stark durch Online-Veranstaltungen geprägt. So war es auch nicht möglich, die von den Unternehmen in der Region sehr geschätzten Unternehmerfrühstücke „Early Birds" mit einer persönlichen Präsenz durchzuführen. Als digitale Alternative ist für die Unternehmen im Landkreis Vulkaneifel die neue Reihe „WFG ImPuls" geschaffen worden — damit konnte man im wahrsten Sinne des Wortes am Puls der Zeit bleiben. Einmal monatlich gibt es seitdem Denkanstöße, Ideen, Impulse für den unternehmerischen Alltag.


Soforthilfen für Flutopfer auf den Weggebracht

Auch den Landkreis Vulkaneifel haben die Starkregenereignisse im Juli 2021 schwer getroffen — vor allem die Verbandsgemeinde Gerolstein. Bei der WFG waren mehr als 220 Anträge auf Soforthilfe für vom Hochwasser geschädigte Unternehmen eingegangen. Dahinter stecken mehr als 220 betroffene Unternehmen, die teilweise nach wie vor damit beschäftigt sind, sich ihre Existenz wieder aufzubauen — dabei leistet die WFG tatkräftige Hilfe.


Netzwerk für Unternehmerinnen in der Vulkaneifel gestartet

Frauen gründen anders, Frauen unternehmen anders, Frauen führen anders — Gründe genug für die WFG Vulkaneifel, den Unternehmerinnen im Landkreis mit „Frauen. Unternehmen.Was." ein eigenes Netzwerk zu bieten. Sie sind ein starkes Stück Vulkaneifel und sollen sich besser kennenlernen, vernetzen, voneinander lernen und profitieren — die Handwerkerin von der Dienstleisterin, die Einzelkämpferin vom 100-Mitarbeiter-Betrieb, die NeuUnternehmerin vom „alten Hasen" und immer auch umgekehrt. Der Startschuss fiel 2021 und die Resonanz war sehr positiv.


40 Jahre - ein Blick nach vorn

2022 feiert die WFG Vulkaneifel ihr vierzigjähriges Jubiläum und ist ein ebenso unverzichtbarer wie auch innovativer und verlässlicher Faktor bei der Gestaltung der Wirtschaft geworden. Dieses Jahr stellte die Menschen vor enorme Herausforderungen: Corona-Pandemie, Folgen der Flutkatastrophe und Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die deutsche Wirtschaft sind neben den großen Themen der Digitalisierung, der Nachhaltigkeit und des Fachkräftemangels prägende Faktoren geworden. Der Benzinpreis klettert auf Rekordhöhen, Hamsterkäufe fanden erstmals nach Kriegsende wieder statt und es macht sich eine große Verunsicherung gegenüber der Zukunft breit — die „Fridays for Future"-Demonstrationen sind nur ein Ausdruck davon. Trotzdem ist auch in Krisenzeiten ein ungebrochener Wille zur Übernahme und Gründung von Unternehmen zu verzeichnen — die Zahl der Startups ist auch in der Vulkaneifel steigend.


Die WFG Vulkaneifel ist auch in besonderen Zeiten immer präsent

Niemand hat bei den beruflichen und privaten Planungen auch nur im Entferntesten geahnt, welche enormen und nie gekannten Veränderungen und Belastungen durch die Covid-19-Pandemie sowohl global wie auch lokal in der Vulkaneifel auf alle zukamen. Die Jahre 2021 und 2022 waren immer noch von Einschränkungen geprägt — auch die Arbeit der WFG Vulkaneifel wurde davon beeinflusst. Unter Berücksichtigung der Corona-Regeln konnten aber trotzdem viele Begegnungen stattfinden — Erstberatungsgespräche mit Existenzgründern, Betriebsbesuche, zahlreiche Online-Veranstaltungen für Existenzgründer, NeuUnternehmer und bestehende Betriebe, Online-Beratertage mit Experten für Unternehmensnachfolge, Förderung und Finanzierung oder Marketing.


Auf die WFG kann man sich einfach verlassen!

Ob Wirtschaftsförderung, Gründung, Übergabe oder Investitionsplanung — hier gibt es seit 1982 viele interessante Kontakte, wertvolle Informationen und individuelle Tipps. Seit über 40 Jahren sind die Experten in guten und in schlechten Zeiten fest an der Seite der Unternehmen und der Menschen in der Vulkaneifel — getragen vom Landkreis Vulkaneifel und der Kreissparkasse Vulkan-eifel sowie den Volksbanken RheinAhrEifel eG und Eifel eG. Das Team hat es mit einem hohen Maß an Flexibilität und Kreativität geschafft, für Wirtschaftsförderung, Gründung, Übergabe oder Investitionsplanung mit neuen Wegen weiterhin wirkungsvolle Unterstützung zu leisten — und das immer situationsbedingt in der bestmöglichen Form mit digitalen Angeboten oder persönlichen Begegnungen, wenn diese möglich waren. Damit leistete und leistet sie konsequent einen Beitrag zur ständigen Verbesserung der Region als starker Standort zum Leben und Arbeiten!

Team der WFG Vulkaneifel: v.ln.r. Angelika Gerhartz, Judith Klassmann-Laux, Christina Kirst


Verweise

  1. Heimatjahrbuch 1987 »Vulkaneifel« auf Touristikmessen / Wirtschaftsförderung durch Touristinformation bewährt sich / Josef Saxler, Daun
  2. aus der Broschüre Landkreis Daun, 3. Auflage 2002