von Verena Bernardy, Stadtkyll
Dank des Engagements ehrenamtlicher Helfer steht im Landkreis Vulkaneifel seit August 2021 ein mobiles Impfzentrum zur Verfügung. Engagierte Bürger — im Wesentlichen Feuerwehrmänner aus Bolsdorf und Feusdorf — haben in einer privat zur Verfügung gestellten Garage in Bolsdorf ein ausrangiertes Feuerwehrfahrzeug des Landkreises Vulkaneifel umgerüstet. Das mobile Impfzentrum kommt fortan sowohl im Landkreis Vulkaneifel als auch im besonders stark von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Nachbarlandkreis Ahrweiler zum Einsatz.
Landrätin Julia Gieseking und die Landräte Gregor Eibes und Manfred Schnur haben den Letter of Intent für das Modellprojekt „Interkommunale Zusammenarbeit Eifel-Mosel-Hunsrück" der Landkreise Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell und Vulkaneifel unterzeichnet und damit das Projekt gestartet. In den kommenden zwei Jahren wollen die Projektpartner in den Arbeitsfeldern Digitalisierung, Softwarenutzung und personelle Ressourcen mit Unterstützung des Ministeriums des Innern und für Sport verstärkt zusammenarbeiten.
Mobiles Impfzentrum
Während der Unterzeichnung des „Letter of Intent": Landrat des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Gregor Eibes, Landrätin des Landkreises Vulkaneifel, Julia Gieseking und Landrat des Landkreises Cochem-Zell, Manfred Schnur (von links).
Anhand einer vorläufigen Erhebung wurde die kommunale Schadenshöhe im Landkreis Vulkaneifel mit mindestens 12,7 Millionen Euro beziffert. Hierbei handelt es sich um eine erste Schätzung als Überblick des Finanzbedarfs für den Nationalen Wiederaufbaufonds. Durch die besondere Hochwasser-Beeinträchtigung der Gemeinden entlang der Kyll, ist die Verbandsgemeinde Gerolstein am stärksten betroffen. Die voraussichtlich bezifferte Schadenshöhe setzt sich u. a. aus Zerstörungen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur, der Gewässer, der kommunalen Einrichtungen, der Abwasserbeseitigung sowie der Wald- und Forstwirtschaft zusammen. Private Schäden, in den von der Unwetterkatastrophe betroffenen Haushalten im Landkreis Vulkaneifel sowie einer Vielzahl von Unternehmen, können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. Dies gilt auch für die sonstige Infrastruktur, wie der Strom-, Gas- und Wasserversorgung, der Telekommunikation. Auch Schäden an ehrenamtlich genutzten Einrichtungen konnten noch nicht beziffert werden
Auch im Landkreis Vulkaneifel sind enorme Schäden durch die Unwetterkatastrophe im Juli 2021 entstanden. Um betroffenen Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Vulkaneifel schnell und unbürokratisch Hilfe zukommen zu lassen, hatte der Landkreis Vulkaneifel über die Bürgerstiftung des Landkreises unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe ein Spendenkonto eingerichtet. Die Hilfsbereitschaft und die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist überwältigend. Auf dem Konto der Bürgerstiftung des Landkreises Vulkaneifel sind 6 Wochen nach der Unwetterkatastrophe insgesamt rund 2,34 Millionen Euro an Spendengeldern für die Opfer der Hochwasserkatastrophe eingegangen. Das Ansinnen: Den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern schnell und unbürokratisch zu helfen. So wurden bis Anfang September 2021 bereits 1,7 Millionen an insgesamt 667 Antragsteller ausgezahlt.
Die Mitglieder des Weiterbildungsrates mit den neuen und dem bisherigen Vorsitzenden.
Der Seniorenbeirat des Landkreises Vulkaneifel gemeinsam mit Landrätin Julia Gieseking. Auf dem Foto fehlt Hildegard Rauen.
Ab dem 12. September gilt die 26. Coro-na-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz und damit ein Warnstufensystem, das künftig nicht nur die Sieben-Tage-Inzidenz im Blick hat, sondern sich zusammensetzt aus dem Sieben-Tages-Hos-pitalisierungswert und dem Anteil der mit COVID-19 belegten Intensivbetten. Durch ansteigende Corona-Zahlen gilt in Rheinland-Pfalz ein sogenanntes 2 G + Modell, das für Geimpfte und Genesene ein großes Stück Normalität vorsieht. Bei steigenden Inzi-denzen wird der Zutritt von nicht immunisierten Menschen schrittweise reduziert, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.
Im September 2021 kommt der Weiterbildungsrat des Landkreises Vulkaneifel nach über einem Jahr zur ersten Präsenzversammlung zusammen und wählt einen neuen Vorstand. Zur Vorsitzenden wird Rita Novaki, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Gerolstein und Regionale Netz-werkkoordinatorin im Projekt GrubiNetz für Grundbildung und Alphabetisierung einstimmig gewählt. Doris Sicken, kommunale Gleichstellungsbeauftragte wird zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Wolfgang Vierbuchen, seit 2011 Vorsitzender des Weiterbildungsbeirates bleibt dem Rat auch weiterhin mit seinem Engagement und seiner Fachkompetenz erhalten.
Lange mussten die Mitglieder auf eine Sitzung des Seniorenbeirats und den damit verbundenen persönlichen Austausch warten. Der Grund: Das Coronavirus. Anfang September 2021 findet nach über 1 V Jahren wieder eine Sitzung des Seniorenbeirates des Landkreises Vulkaneifel statt. Einiges stand dabei auf der Tagesordnung, u. a. die Vorstellungen von Landrätin Julia Gieseking und der neuen Gleichstellungsbeauftragten Doris Sicken sowie des Projekts Gemeindeschwestern Plus. Außerdem hatten die Mitglieder Gelegenheit, ihre Erfahrungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu äußern und auch in Bezug auf den Beirat Verbesserungsvorschläge einzubringen. Besonders erfreulich ist aber auch das Jubiläum, das der Seniorenbeirat des Landkreises Vulkaneifel im vergangenen Jahr feiern konnte und das auch in der aktuellen Sitzung gewürdigt wurde: Seit über 20 Jahren besteht nun der Seniorenbeirat des Landkreises Vulkaneifel.
Das Impfzentrum ist Geschichte: Gemeinsam mit den Initiatoren und Verantwortlichen überreicht Landrätin Julia Gieseking Hillesheims Stadtbürgermeisterin Gabriele Braun den Schlüssel der ehemaligen Markt- und Messehalle.
Am 26. September 2021 findet die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag statt. Die Wahlbeteiligung beträgt 76,6 % (2017: 76,2 %), die Briefwahlquote 47,3 % (2017: 28,6 %).
Das Landesimpfzentrum Vulkaneifel in der Markt- und Messehalle Hillesheim hat nach achteinhalb Monaten in Betrieb am Samstag, 25. September 2021 seine Türen geschlossen. 54.000 Impfungen wurden hier verabreicht — hauptsächlich an Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Vulkaneifel, zuletzt aber auch an Personen weit über die Kreisgrenzen hinaus. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie war die Arbeit im Impfzentrum ein wichtiger Baustein, sind sich die Verantwortlichen bei der erfolgten Schlüsselübergabe in Hillesheim einig. In Spitzenzeiten wurden hier bis zu 600 Impfungen täglich verabreicht. Hinzu kamen Sonderimpfaktionen für die Hilfskräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Pflegekräften oder wie zuletzt der Familienimpftag. Ebenso die Einrichtung eines Impfmobils, das seit Mitte Juli zusätzlich an drei Tagen in der Woche im Kreisgebiet und im benachbarten Landkreis Ahrweiler unterwegs war. Erfolgsbilanz: Mit 81,26 % vollständig Geimpften verfügt der Landkreis Vul-kaneifel über eine außerordentlich hohe Impfquote.
Der erstmalig 2011 vom Landkreis Vul-kaneifel gebildete Beirat für Menschen mit Behinderung trifft sich zur Konstituierenden Sitzung. Diana Kolbe wird zur Vorsitzenden gewählt, ihr Stellvertreter wird Alfred Haas. Der Beirat ist die Interessensvertretung der Menschen mit Behinderung im Landkreis Vulkaneifel. Er gibt Anregungen an die Kreisgremien weiter und berät diese in allen Angelegenheiten, die die Belange von Menschen mit Behinderung berühren.
Das Infektionsgeschehen entwickelt sich sehr dynamisch mit stark ansteigenden Infektionszahlen. So steigt u. a. auch die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Vulkaneifel auf ihren bisherigen Höchststand an. Bund und Länder beschließen einen Instrumentenkasten für das weitere Vorgehen sowie eine Änderung des Bundesinfektionsschutzgeset-zes. In Rheinland-Pfalz gilt nun grundsätzlich die 2-G-Regel, d. h. die gesellschaftliche Teilhabe von nichtgeimpften Menschen wird massiv eingeschränkt.
Stark ansteigende Infektionszahlen führen dazu, dass der Landkreis Vulkaneifel die Impfstelle im ehemaligen Impfzentrum in der Markt- und Messehalle in Hillesheim ab dem 02. Dezember 2021 wieder öffnet und den Menschen im Landkreis Vulkaneifel die Möglichkeit gibt, sich hier an drei Tagen in der Woche impfen zu lassen.
Die Mitglieder des Beirates für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit Landrätin Julia Gieseking.
Ab dem 04. Dezember gelten auf Grund steigender Corona-Zahlen und einer kritischen Situation vor allem im Süden und Osten Deutschlands, weitreichendere Regeln. Ab sofort gilt flächendeckend die 2G-plus-Regel (nur Geimpfte und Genesene mit negativem Test) in Innenräumen und die 2G-Regel (nur Geimpfte und Genesene) draußen, wenn nicht dauerhaft eine Maske getragen werden kann.
Häufigere Verbindungen, mehr Fahrten, höherer Komfort: Das gilt für Busfahrten zwischen Daun, Bad Bertrich, Bernkastel-Kues und Wittlich ab 12. Dezember 2021. Fast alle Orte sind in den neuen Busnetzen Eifel-maare und Eifel-Kondelwald angebunden. An vielen Orten sind dann auch sonntags und in den Ferien Busse mit durchgehender, zweistündlicher Taktung unterwegs — teilweise auch als RufBus. Entlang der Hauptachsen, beispielsweise zwischen Daun und Bernkastel-Kues, zwischen Wittlich und Traben-Trarbach oder zwischen Daun und Bad Bertrich, können Fahrgäste sich an sieben Tagen in der Woche auf enge Taktungen und gute Anschlussmöglichkeiten an den Zugverkehr verlassen. Zudem sind in der Fahrradsaison ab April auf vielen Linien RadBusse unterwegs. Das neue Busnetz ist Teil eines größeren Buskonzepts, welches bis 2025 im gesamten Verbundgebiet des Verkehrsverbund Region Trier (VRT) umgesetzt wird. Damit soll das gesamte Fahrtangebot des öffentlichen Nahverkehrs verbessert werden. Das bisherige Angebot wurde analysiert, umgeplant und in Komplettpaketen neu ausgeschrieben. Die Bietergemeinschaft Bkr-mobility GmbH (ein Zusammenschluss der Verkehrsunternehmen Bohr, König und Reuter) hat das Gebiet Eifel-Kondelwald im Kreis Bernkastel-Wittlich gewonnen. Das Unternehmen DB Regio Bus Mitte GmbH (RMB) hat das Gebiet Eifelmaare im südlichen Vulkaneifelkreis gewonnen. Die Netze sind eng miteinander verzahnt und ergänzen einander. Zehn Jahre lang sind die Unternehmen nun für das verbesserte Angebot verantwortlich. Finanziert wird das Angebot von den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel, dem Zweckverband Schienenpersonennah-verkehr Rheinland-Pfalz Nord und dem Zweckverband VRT.
Der Kreisausschuss des Landkreises Vul-kaneifel hat einen Eilantrag auf die Tagesordnung genommen und einstimmig einen neuen Vorschlag des Landkreises Vulkan-eifel zur Einbringung in die Gremien der Planungsgemeinschaft Trier auf den Weg gebracht. Grundlage für den neuen Vorschlag war die nun vorliegende rechtliche Prüfung des im Herbst 2020 beschlossenen Kreiskonzeptes zur Rohstoffsicherung im Landkreis Vulkaneifel durch das Innenministerium.
Vorstellung des JuDockZ in Dockweiler (von links): Johannes Saxler (Bürgermeister VG Kelberg), Kevin Fölling (Kreisjugendpfleger), Hans-Peter Böffgen (Bürgermeister VG Gerolstein), Julia Gieseking (Landrätin), Thomas Scheppe (Bürgermeister VG Daun) und Bruno Willems (Leitung Abteilung Jugend bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel)
Besonderes Jugendangebot im Landkreis: Seit Anfang des Jahres 2021 wurden drei ehemalige Gewerbehallen mit insgesamt 500qm Fläche sowie 700qm Aussenfläche in Dockweiler mit viel Engagement und „Woman- und Manpower" renoviert und ausgebaut. Das Ergebnis ist eine Außenstelle für Jugendarbeit im Landkreis Vulkaneifel, die über ein vielseitiges und großzügiges Gelände verfügt, welches sich optimal für weitläufige Aktivitäten eignet. Bogenschießen, Bushkraft- und Outdoor-cooking oder eine Mit-Mach-Werkstatt für Zweiräder — das alles ist ab sofort im JuDockZ Vulkaneifel in Dockweiler möglich! Der Name JuDockZ setzt sich aus den Worten „Jugend" und „Dockweiler" zusammen, das Z wurde als Anlehnung an die Jugendsprache übernommen. Das JuDockZ ist ein Kooperationsprojekt, bestehend aus den hauptamtlichen Fachkräften der Jugendarbeit: der Häuser der Jugend Daun, Gerolstein und Hillesheim, der Jugendpflege der Verbandsgemeinde (VG) Daun und Gerolstein, der Schulsozialarbeit des Caritasverband Westeifel e. V. an der Drei-Maare-Realschule plus Daun sowie der Kreisjugendpflege Vulkaneifel.
Mit Beginn des Jahres 2022 kann unter https://www.vulkaneifel.de/termine/ unkompliziert anhand vordefinierter Anliegen ein individueller Gesprächstermin mit den im JobCenter konkret zuständigen Mitarbeitern gebucht werden. Nach Abschluss des Buchungsvorgangs wird eine Bestätigungsmail über den gebuchten Termin versandt. Diese enthält neben den Daten des Termins einen QR-Code. Mit diesem QR-Code kann — ausgedruckt oder digital über das Smartphone — frühestens 10 Minuten vor und maximal 10 Minuten nach dem vereinbarten Termin die Eingangstür des JobCenters elektronisch geöffnet werden. Nach einem anschließenden „Check-In", ebenfalls über den QR-Code, werden die betroffenen Mitarbeiter des JobCenters elektronisch über das Eintreffen der Bürgerinnen informiert und können diese im Wartebereich des JobCenters zur persönlichen Beratung in Empfang nehmen.
Neben Landrätin Julia Gieseking wünschen Heinz-Peter Hoffmann auch Geschäftsbereichsleiter und Amtsarzt Dr. Volker Schneiders, Personalratsvorsitzender Lothar Saxler und Geschäftsbereichsleiter Klaus Benz (von links) alles Gute für die Zukunft.
Heinz-Peter Hoffmann war 46 Jahre im Amt, davon 41 Jahre bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel. Er hat in dieser Zeit 4 Landräte und eine Landrätin kennengelernt. 19 Jahre lang war er Pressesprecher der Kreisverwaltung Vulkaneifel. Im Jahr 2006 wurde er Abteilungsleiter der Abteilung Bauen, Umwelt, Schulen und Kultur und am 01. Oktober 2012 wurde er zum Büroleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel berufen und damit direkter Vorgesetzter von mittlerweile 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mitte Januar verabschiedete er sich in den wohlverdienten Ruhestand. Dem Krimifestival „Tatort Eifel" bleibt er jedoch als Festivalleiter für das Jahr 2022 weiterhin erhalten. Einer, der die Kreisverwaltung Vulkaneifel ebenso von der Pike auf kennt und seit 29 Jahren bei dieser beschäftigt ist, tritt seine Nachfolge an: Dieter Schmitz aus Niederehe. Insgesamt 20 Jahre betreute Dieter Schmitz Aufgaben im Personal- und Organisationsbereich. Im Frühjahr 2016 übernahm er für ein Jahr die Leitung der Bauabteilung, bis er im Sommer 2017, im Zuge der internen Umstrukturierung der Kreisverwaltung Vulkaneifel, die Leitung der neu gebildeten Abteilung Struktur- und Kreisentwicklung übernahm und neu aufbaute. Im Rahmen der Corona-Pandemie übernahm er als Impfkoordinator die Impforganisation im Landkreis Vulkaneifel. Seit Februar 2022 ist Dieter Schmitz der neue Büroleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel.
Der neue Büroleiter der Kreisverwaltung Vulkaneifel Dieter Schmitz an seinem neuen Arbeitsplatz.
Die Infektionszahlen flachen ab, daher hat die Ministerpräsidentenkonferenz erste Offnungsschritte beschlossen. In drei Stufen sollen ab dem 18. Februar, dem 04. März und dem 20. März zunehmend Offnungsschritte zurück zur Normalität erfolgen.
Am 24. Februar 2022 beginnt mit dem russischen Überfall auf die Ukraine erstmalig nach dem Zweiten Weltkrieg wieder ein Krieg in Europa. Die Kreisverwaltung Vulkaneifel und die Verbandsgemeinden bereiten sich gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz auf die Menschen vor, die aus der Ukraine vertrieben werden und bei uns Schutz suchen. Eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität ist überall zu spüren.
Bereits seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine bereiten sich die Kreisverwaltung Vulkaneifel und die Verbandsgemeinden gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz auf die Menschen vor, die aus der Ukraine geflüchtet sind und hier Schutz suchen. Im Landkreis Vulkaneifel befinden sich Ende März 2022 bereits über 400 Menschen aus der Ukraine. Die Ausländerbehörde lädt zur Registrierung nach und nach schriftlich die ukrainischen Flüchtlinge ein. Dies geschieht erstmalig zusätzlich zu den regulären Off-nungszeiten auch am Samstag, 02. April. Da die Menschen zahlreiche Fragen mitbringen, lädt die Kreisverwaltung im April an zwei Samstagen zu Info-Tagen für ukrainische Flüchtlinge ein. Dabei stehen Mitarbeiter:in-nen der Ausländerbehörde, Jugendamt und Sozialamt sowohl bei ausländerrechtlichen Fragen, als auch bei Fragen rund um die Unterbringung und Versorgung zur Verfügung. Um die Sprachbarrieren zu überwinden, sind Dolmetscher vor Ort.
2022 findet nach coronabedingter Verschiebung wieder das Krimifestival „Tatort Eifel" statt (16. bis 24. September) und mit ihm der beliebte Wettbewerb Junior Award. Dabei waren Kinder und Jugendliche aus ganz Rheinland-Pfalz dazu aufgerufen, einen Kurzkrimi des bekannten Krimiautors Ralf Kramp zu Ende zu schreiben. Erfreulicherweise hatte Corona keine signifikanten Auswirkungen auf den Wettbewerb, so dass sich mit 119 eingereichten Beiträgen die Zahl der Teilnehmer auf der der Vorjahre bewegt. Im April 2022 tagt die Jury in der Dauner Kreisverwaltung, um die Gewinner zu ermitteln.
Bevölkerungszählung ab Mitte Mai
Ab Mitte Mai 2022 werden die Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Vulkaneifel für den Zensus 2022 befragt. Beim Zensus handelt es sich um eine deutschlandweite, registergestützte Bevölkerungszählung, die mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Dieser Zensus, der im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wurde, findet nach 2011 erneut statt. Grundlage für die Erhebung sind die kommunalen Einwohnermelderegister. Im Rahmen von zusätzlich notwendigen Personenbefragungen werden sowohl an 2.652 Privatanschriften als auch in Wohnheimen (wie bspw. Studierendenwohnheimen) sowie Gemeinschaftsunterkünften (wie bspw. Alten- und Pflegeheimen) die dort zum Zensusstichtag, dem 15. Mai 2022, wohnenden Personen erfasst. Der Landkreis Vulkaneifel führt die Vor-Ort-Befragungen im Auftrag des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz durch. Hierfür wurde in der Kreisverwaltung eine eigene Zensus-Erhebungsstelle eingerichtet.
Emma Mertes aus Piesport und Simon Wolf aus Mayen belegen die beiden ersten Plätze. Im Juni nehmen die Gewinner:innen beim Gastgeber und Mitorganisator SWR in Mainz die Auszeichnungen des Tatort Eifel Junior Award von der Bildungsministerin des Landes Rheinland-Pfalz Dr. Stefanie Hubig, der Landrätin des Landkreis Vulkaneifel Julia Gieseking sowie Dr. Marc Jan Eumann, dem Direktor der Medienanstalt RLP, entgegen. Ralf Kramp hält die Laudationes.
Aufgrund der nur noch sehr geringen Nachfrage nach Impfungen wechselt die Impfstelle in Hillesheim ab Juni vorübergehend in den Standby-Betrieb. Wurden noch im vergangenen Jahr bis zu 600 Impfungen täglich im Impfzentrum Hillesheim durchgeführt, ist die Nachfrage nach Impfungen in den letzten Wochen und Monaten zunehmend zurückgegangen. Die Impfstelle bleibt im Standby-Betrieb. Sollte die Nachfrage nach Impfungen wieder steigen oder die Situation dies erforderlich machen, kann die Impfstelle des Landkreises Vulkaneifel in Hillesheim jederzeit wieder kurzfristig geöffnet werden.
Ralf Kramp, Manfred Schwabe, Günter Bertram, Peter Thielen und Siegfried Czernohorsky (von links) ermittelten gemeinsam mit den weiteren Jury-Mitgliedern Hannah Peters, Diego Zahnen, Bernhard Fochs und Stephanie Loenenbach die Gewinner:innen des diesjährigen Junior Awards.
Verleihung des Tatort Eifel „Junior Award" 2022 durch Bildungsministerin Stefanie Hubig.
Der Landkreis Vulkaneifel weist weiterhin eine überdurchschnittlich hohe Impfquote auf. Die Impfquote liegt bei dem Anteil der Bevölkerung über 4 Jahren im Landkreis Vulkaneifel mit Erstimpfung bei 83,35 %. Bei dem Anteil der Bevölkerung über 4 Jahren mit vollständiger Impfung bei 86,61 %. Die Impfquote der Bevölkerung über 4 Jahren mit 1. Auffrischungsimpfung liegt bei 73,74 %. Auf Rheinland-Pfalz gesehen liegt die Impfquote zum Vergleich bei dem Anteil der Bevölkerung über 4 Jahren in Bezug auf die Erstimpfungen bei 75,32 % und in Bezug auf die Personen mit vollständigem Impfschutz bei 76,20 %.
Anlässlich der Informationsveranstaltung zum „ZUKUNFTS-CHECK DORF" zeigte sich Landrätin Julia Gieseking erfreut über die rege Teilnahme. Sie konnte Vertreterinnen und Vertreter aus über 100 Ortsgemeinden, Orts- und Stadtteilen, Vertreter der Verbandsgemeinden, der Städte sowie Beigeordnete des Kreises zur Informationsveranstaltung im Haus Vulkania in DreisBrück begrüßen. Beim „ZUKUNFTS-CHECK DORF" geht es darum, gemeinsam mit den Menschen in unseren Dörfern Antworten auf die Fragen zu finden, wie wir unsere Dörfer zukunftsfähig aufstellen und als attraktive Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandorte erhalten können.
Volles Haus in Dreis-Bruck: Vertreterinnen aus über 100 Ortsgemeinden, Orts- und Stadtteilen, Vertreter der Verbandsgemeinden, der Städte sowie Beigeordnete des Kreises besuchen die Informationsveranstaltung im Haus Vulkania
Das Team von „Tatort Eifel"präsentiert in einer Pressekonferenz im Krimihotel Hillesheim die diesjährigen Preisträger des Filmpreises ROLAND sowie erste Ausschnitte des Veranstaltungsprogramms. V.l.n.r.: Festivalleiter Heinz-Peter Hoffmann, Landrätin Julia Gieseking, Krimiautor Ralf Kramp, Leiterin KrimiLive Verena Bernardy, Kullturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck sowie Julia Röskau, Leiterin Fachprogramm.
In einer Pressekonferenz stellt das Team von „Tatort Eifel" das diesjährige Programm für September 2022 vor. Auch bei der 11. Auflage werden wieder zahlreiche prominente Krimiautor:innen und -darstellerinnen am „Tatort Eifel" für mörderisch gute Unterhaltung sorgen, darunter Elisabeth Herrmann, Andrea Sawatzki, Katharina Wackernagel, Joe Bausch, Tim Bergmann und Ulrich Noethen. Das Fachprogramm umfasst wie gewohnt zahlreiche exklusive Veranstaltungen für Film- und Fernsehschaffende rund um aktuelle Themen wie Digitalisierung und Genderdebatten. Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des Filmpreises ROLAND, der in diesem Jahr wieder einmal doppelt vergeben wird: Der österreichische Schauspieler Nicholas Ofczarek erhält den Preis für seine herausragenden schauspielerischen Leistungen in mehreren Krimiformaten, darunter drei der spannendsten der vergangenen Jahre — „Der Pass" (Sky), „Die Ibiza-Affäre" (Sky) und „Das Geheimnis des Totenwaldes" (ARD Degeto und NDR für Das Erste). Der Mehrteiler „Das Geheimnis des Totenwaldes" wurde von der Jury als Ausnahmeprojekt im Genre Krimi wahrgenommen und erhält daher ebenfalls einen ROLAND-Filmpreis
Mit einem Schreitbagger der Firma Peter Richarts aus Schwarzenborn wurden Hunderte Kubikmeter Treibgut aus der Kyll entnommen.
Nach dem Jahrhunderthochwasser am 14.15. Juli 2021 gab es auch im Verlauf der Kyll erhebliche Schäden am Flussbett, an den Ufergrundstücken und dem Uferbewuchs. Viele von der Flut betroffene Anwohner forderten unverzüglich Aufräumarbeiten, damit bei zukünftigen Hochwassern Schäden am Eigentum vermieden werden. Das Land Rheinland-Pfalz hat bereits im Herbst 2021 finanzielle Unterstützung für die Beseitigung von Flutschäden angekündigt und eine Maßnahmenliste angefordert. Die Untere Wasserbehörde beim Landkreis Vulkaneifel hat daraufhin das Ingenieurbüro für Wasserbau und Wasserwirtschaft Höm-me aus Pölich im Oktober 2021 beauftragt, die Schäden an der Kyll auf einer Länge von 76 km - von Stadtkyll bis Densborn - aufzunehmen und abzuschätzen, welche Aufräumarbeiten für das Flussbett und künftige Hochwasser sinnvoll sind. In Absprache mit der Naturschutzbehörde konnten die Arbeiten im südlichen Bereich der Kyll (Densborn bis Oberbettingen) im März 2022 beginnen. Mit einem Schreitbagger (Bild vorherige Seite) wurden Hunderte Kubikmeter Treibgut aus der Kyll entnommen. Zusätzlich wurde reichlich Abfall von Hand eingesammelt. An den Ufern wurden Bäume abgeschnitten, die nicht mehr fest im Untergrund verankert waren. Auch die Uferbereiche wurden vom Treibgut befreit. Das gesammelte Holz - mehr als 3000 m3 wird geschreddert und dient als Brennmaterial.
Landrätin Julia Gieseking konnte sich vor Ort bei Adriana Hömme und Peter Richarts über den Stand der Aufräumarbeiten informieren.
Am 12.06. findet im Landkreis Vulkaneifel der Bürgerentscheid Bioabfallerfassung statt. Bei einer Wahlbeteiligung von rund 41 % spricht sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer abgegebenen Stimme gegen die Einführung einer flächendeckenden haushaltsnahen Biotonne und damit für den Verbleib des bestehenden Containersystems aus. Nachdem der Kreistag in seiner Sitzung im vergangenen Oktober die Durchführung eines Bürgerentscheids beschlossen hat, war es am 12. Juni 2022 soweit.: 49.893 abstimmungsberechtigte Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Vulkaneifel hatten eine Abstimmungsbenachrichtigung erhalten und waren aufgerufen, in einer demokratischen Entscheidung über die Art der Bioabfallerfassung im Landkreis Vulkaneifel abzustimmen. Dem vorangegangen war u.a. eine Postwurfsendung in alle Haushalte des Landkreises, in der die wichtigsten Informationen zum Bürgerentscheid zusammengefasst waren und mit der Landrätin Julia Gieseking gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden dafür warb, von der Möglichkeit der Mitbestimmung Gebrauch zu machen. 20.245 Bürgerinnen und Bürger, und damit 40.6 % der Abstimmungsberechtigten im Landkreis Vulkaneifel, waren diesem Aufruf gefolgt und haben folgende Frage beantwortet: „Soll im Landkreis Vulkaneifel eine flächendeckende haushaltsnahe Biotonne anstatt des bestehenden Biocontainersystems eingeführt werden?". Insgesamt waren 20.175 Stimmen gültig, 8.936 Bürgerinnen und Bürger, und damit 44,3 %, beantworteten die Frage mit JA und sprachen sich damit für die Einführung einer flächendeckenden haushaltsnahen Biotonne aus. Mit 11.239 Stimmen sprach sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, und damit 55.7 %, für das bestehende Containersystem aus. Damit wurde auch das notwendige Quorum von 7484 Stimmen erreicht.
Unter dem Pseudonym „Jacques Berndorf' hat sich der Krimiautor und Journalist Michael Preute bundesweit in die Herzen und Köpfe vieler Menschen geschrieben. Auf eine ganz besondere Art und Weise hat er damit als „Vater" der Eifel-Krimis unsere gesamte Eifelregion einem Millionenpublikum vorgestellt. Mit seinen Eifelkrimis schaffte er es wochenlang in die Bestsellerlisten. Die Landschaft und seine neue Heimat, die Eifel, wurden zum Hauptdarsteller in seinen Romanen. Mit dieser besonderen und liebevollen Beschreibung unserer Region hat er Eifelwerbung gemacht, wie man es nicht hätte besser machen können. Dies ist für uns von unschätzbarem Wert. Michael Preute hat darüber hinaus mit seinem Engagement maßgeblich dazu beigetragen, dass es in der Eifel gelungen ist, im 2-jährigen Rhythmus gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz das Krimifestival „Tatort Eifel" aus der Taufe zu heben und bis heute bundesweit zu etablieren. ■
Michael Preute alias Jacques Berndorf.