von Bernd Schlimpen, Schalkenmehren
Die Eifelvereinsortsgruppe Schalkenmehren hat am Udlerweg, Dorfgemarkung „Kischbeehm", ein neues Wegekreuz aufgestellt, das sich in seiner Machart und dem verwendeten Material der ruhigen Umgebung anpasst. Dieses Wegekreuz hat den Namen „Coronakreuz" erhalten, da es während der Pandemie seinen Standplatz fand. Auf einer Kreuztafel ist Folgendes angebracht: „Corona 2021. Gott schütze unser Dorf und Fluren vor Krankheit und Unheil. Und unser wunderschönes Land vor der Menschen Unverstand. 100 Jahre Eifelverein Schalkenmehren 1922-2022."
Neben dem Kreuz befindet sich eine Ruhebank, wo Dorfbewohner, Wanderer und andere Passanten einige Minuten in Ruhe und Besinnung verbringen können. Das 2,50 Meter hohe Kreuz, das Karl-Heinz Stolz, der Wanderwart des Eifelvereins, in mühevoller, zweimonatiger Arbeit mit etwas bayerischem Flair gezimmert hatte, wurde allseits bestaunt. Mit seiner Ehefrau Maria hatte er sein Werk dem Eifelverein gestiftet und der Bekämpfung der Corona Pandemie gewidmet. Das Kreuz besteht aus Eichenholz mit einem kleinen Schutzdach. „Wie das Maar-Notkreuz im Notjahr 1932 als Hilferuf erstellt wurde, passt dieses Coronakreuz, in einer Zeit, in der die Religion oft in den Hintergrund gerät und Kirchen abgerissen und entweiht werden, ebenfalls als Bitt- und Danksymbol in die schwere Zeit der Corona Pandemie," so Karl-Heinz Stolz.
Zahlreiche Eifelvereinsmitglieder waren der Einladung zur Coronakreuzweihe gefolgt. Links und rechts von Diakon Bernhard Saxler die Stifter Maria und Karl-Heinz Stolz
Diakon Bernhard Saxler segnete das neue Wegekreuz unter großer Beteiligung der Vereinsmitglieder feierlich ein und machte die Folgen der Corona Pandemie zum Inhalt seiner Ansprache und seiner Fürbitten.
„Ein Coronakreuz, das ist etwas Neues, eine gute Idee, ein Hinweis auf geplagte Menschen in der ganzen Welt, die in den letzten Monaten mit dem Virus kämpften und weiterkämpfen müssen. Wir können hier am neugeschaffenen Kreuz dankbar sein für die Hilfsbereitschaft und das Engagement in dieser schwierigen Zeit. Dafür sind Zeichen in der Öffentlichkeit nötig - wie dieses Schalkenmehrener Kreuz des Dankes und der Fürbitte. Dank auch an Gott, der in dem gekreuzigten Jesus Christus uns ein Beispiel dafür ist, wie wir miteinander und füreinander einstehen sollen! Es gibt auch eine heilige Corona, oder auch Stephana, die eine frühchristliche Märtyrerin gewesen sein soll," so Diakon Bernhard Saxler. So ist dieses neue Kreuz neben dem Maar-Notkreuz auf der Senheld aus dem Notjahr 1932 ein weiteres Wahrzeichen im „Neun-Maare-DorP mit einer besonderen Bedeutung.