von Günter Schenk, Gillenfeld
So besingt eines unserer schönsten Weihnachtslieder die Glocken und ihren besonderen Bezug zur Weihnachtszeit. Ja, was wäre Weihnachten ohne den festlichen Klang der Glocken? Rufen sie uns doch an Heiligabend zur Christmette und verkünden anschließend umso freudiger die Geburt des Herrn. Und zuvor in der stillen Zeit des Advents und „zwischen den Jahren", die wir Menschen emotionaler empfinden, dringt der Glockenklang tief in unsere Herzen.
Doch auch in der übrigen Zeit des Jahres sind unsere Glocken allgegenwärtig: Morgens weckt uns die „Betglocke", das „Mittagläuten" kündet uns die Halbzeit in unserem Tagwerk, und die „Abendglocke" oder das „Feierabendläuten" beschließt den Tag. Über diesen täglichen Rhythmus hinaus rufen sie zu den Gottesdiensten und verkünden, wenn uns ein Mensch aus unserer Mitte für immer verlassen hat. Dabei erinnern sie an die Vergänglichkeit, die wir allzu oft in der Hektik der modernen Welt vergessen.
Dies addiert, sind die Glocken gestaltender Teil unseres täglichen Lebens und Alois Mayer geht sogar einen Schritt weiter, indem er schreibt, dass „in den Glocken die Seele der Dörfer wohnt". *1
Wenden wir den Vergleich an, wohnt die Gillenfelder Seele in einem ansprechenden, fein abgestimmten Geläut mit vier Glocken, *2 die von dem Turm auf dem alten Friedhof ihren Ruf erschallen lassen. *3
1960 bekam Gillenfeld diese vier neuen Glocken, gegossen in der Glockengießerei Mark in Brockscheid. Als damals 10jähriger Messdiener erinnere ich mich an den feierlichen Zug durch das Dorf, mit dem die neuen Glocken auf Traktor-Gespannen und einem LKW, von Brockscheid kommend, zur Kirche gebracht wurden. Die Anteilnahme der Bevölkerung, auch aus den Filialorten, war groß. Zur feierlichen Weihe am Folgetag, es war Sonntag, der 06. November 1960, hingen die Glocken, der Größe nach aufgereiht, an einem Gerüst vorne in der Kirche. Wir Messdiener begrüßten das neue Geläut besonders aus dem Grunde, weil es elektrisch gesteuert und betrieben wurde. Somit entfiel für uns das Läuten von Hand, was besonders zu den frühen Messen in der Winterszeit, in dem dunklen Turm inmitten der Gräber, immer etwas unheimlich war. Seitdem erfreue ich mich — nun mehr als 60 Jahre— an dem Ruf und Klang unserer Glocken.
Das war mein Kenntnisstand über die Gillenfelder Glocken — und den Status hätte ich auch sicher beibehalten — wäre da nicht der Anruf aus Bleckhausen gekommen. Wolfgang Stanelle interessiert sich dort für die Ortsgeschichte und damit für die Bleckhausener Glocken. Dabei war er auf zwei besonders alte Glocken gestoßen, die heute, nach 627 Jahren noch im Bleckhausener Turm hängen und dem Glockengießer Johan von Frunde zugeschrieben werden. Auch für Gillenfeld hatte von Frunde 1394 eine Glocke gegossen, so die Recherchen von Wolfgang Stanelle — und seine Frage, ob diese Glocke noch in Gillenfeld existiert. Die konnte ich nicht beantworten, weil ich mich nicht mit dem Thema befasst und auch nie etwas über den Verbleib unserer früheren Glocken gehört hatte — sie machte mich allerdings neugierig.
Die neuen i960 gegossenen GiLLenfeLder Glocken vor der Weihe am 06. November i960 in der Pfarrkirche
Welche Glocken vor dem Neuguss i960 in unserem Turm hingen, hat Ernst Wacken-roder in seiner Auflistung der „Kunstdenkmäler des Kreises Daun" 1928 festgehalten: Glocken von 1394, 1435 und 1465, also ein komplett mittelalterliches Geläut.
Erkundigungen bei den „Ältesten" unseres Dorfes, was mit den Glocken passiert sei, blieben im Ergebnis mager und widersprüchlich. Doch dann konnte im Pfarrarchiv ein Aktenbündel gefunden werden, das sich recht intensiv mit den Gillenfelder Glocken befasst und zwar primär während einer unrühmlichen Epoche deutscher Geschichte: dem „Dritten Reich". Die Akte beginnt im Jahre 1940. Der Zweite Weltkrieg schraubte die deutsche Rüstungsindustrie auf Höchstleistungen mit einem unersättlichen Bedarf an Rohstoffen, der auf normalem Wege nicht zu decken war. Also griff man nach vorhandenen Materialien. Zunächst auf Altmaterialien, dann auch auf alle entbehrlichen Stoffe — und dabei machten die Nazis *4 auch vor den Kirchen nicht halt. Die Pfarrer hatten Bestandsanzeigen aller sakralen Gegenstände und des sonstigen Kircheninventars aus Metall zu erstellen. Der Focus lag natürlich auf den Glocken, mit deren Schmelze schnell Zentner und Tonnen an Bronze, Zinn oder Stahl gewonnen wurden. Kirche und Denkmalschutz erfochten
Ausbau der C-Glocke im Juli 1942. Hierfür musste die Schallluke am Glockenturm verbreitert werden.
Ausnahmen von dem Verwertungsanspruch für „erhaltenswerte" Glocken. Von ausschlaggebender Bedeutung waren dabei das Alter der Glocken, die Schönheit ihres bildlichen Zierwerkes sowie die urkundliche Wichtigkeit der Inschriften. Auch die Herstellung durch einen bestimmten Gießer spielte eine Rolle. Diese Kriterien stuften die Glocken in vier Klassen von A — D ein, wobei D den höchsten Schutz vermittelte und die Glocke faktisch von der Requirierung ausschloss. Die Gillenfelder Glocken wurden im August 1941 wie folgt eingestuft: Glocke von 1394 = D, Glocke von 1435 = D, Glocke von 1465 = C, Glocke von 1902 (im Dachreiter der Kirchenfassade) = A. Sofort setzte der Gillenfelder Pfarrer Dr. Berg unter Mithilfe des Provinzialkonser-vators der Rheinprovinz und des Glockengießers Mark alles in Bewegung, auch die Glocke von 1465 als D-Glocke einzustufen. Es wurde argumentiert, dass die drei Gillenfelder Glocken ein geschlossenes mittelalterliches Geläut darstellten und es ein Verlust wäre, wenn dieses gotische Geläut durch die Herausnahme einer Glocke gestört würde. Zudem wurde vorgebracht, dass die Glocken die einzigen in Gillenfeld erhaltenen mittelalterlichen Ausstattungsstücke seien. Technisch erfordere die Entnahme der großen Glocke eine Aufweitung der Schallluke in dem meterdicken Mauerwerk des Turms und damit einen erheblichen Aufwand.
Das alles interessierte die „braunen" Instanzen recht wenig und so wurde am 23. Juni 1942 die Entnahme der Gillenfelder C-Glocke angekündigt. In Ellscheid, Saxler und Winkel waren bereits vom 10. — 12. Juni 1942 Glocken ohne Ankündigung demontiert und zu einer Sammelstelle in Gerolstein gebracht worden. Darunter auch eine Glocke von 1472 aus Ellscheid, für die ebenfalls Bemühungen zum dortigen Erhalt liefen. *5 Die einzige Möglichkeit, diese Glocken zu retten, war der Tausch mit einer Glocke andernorts. Jeder Kirchengemeinde blieb eine sogenannte „Läuteglocke", als unabdingbar für den Kirchenbetrieb. War diese Läuteglocke nicht erhaltenswert, so konnte sie gegen eine erhaltenswerte ausgetauscht und an deren Stelle den Weg zur Verhüttung antreten. Für Gillenfeld tat sich eine solche Tauschmöglichkeit mit Gerolstein auf. 1936 hatten die Gerolsteiner ein neues Geläut bekommen, was komplett unter die A-Klas-sifizierung fiel. Die Gillenfelder Glocke konnte also leihweise während des Krieges die Gerolsteiner Läuteglocke ersetzen. Natürlich waren alle mit dem Tausch verbundenen Kosten von der Kirchengemeinde zu tragen, die ihre Glocke retten wollte. Darüber hinaus war zwischen den Kirchengemeinden Gillenfeld und Gerolstein ein Vertrag zu schließen, der die Modalitäten der Leihe und der Rückführung regelte. Danach hatten die Gillenfelder die Kosten für den Neuguss der eingeschmolzenen Gerolsteiner Glocke, es war die sogenannte „Anna-Glocke", zu tragen, wenn dieser anstand.
Das alles unterlag einem enormen Zeitdruck, denn am 20. Juni 1942 drohte der Landrat, dass, wenn der Ausbau der Gillenfelder C-Glocke von 1465 nicht unverzüglich erfolge, sie im Turm zerschlagen werde. Dazu kam es nicht. Gerolstein und Gillenfeld einigten sich; die Gerolsteiner Glocke ging zur Sammelstelle, und die Gillenfelder Glocke läutete seitdem in Gerolstein. Am 22. Juli 1942 schrieb Dechant A. Weber mit der Rücksendung der gegengezeichneten Vertragsunterlagen, dass sich „Gerolstein freut, Gillenfeld den kleinen Liebesdienst erweisen zu können."
Doch damit endete die Herzlichkeit zwischen den beiden Kirchengemeinden. Zwei Jahre nach dem Krieg, im August 1947, setzten die Gillenfelder an, ihre Glocke „nach Hause" zu holen. Sie hatten bei Mark in Brockscheid eine Stahlglocke erworben, die sie den Gerolsteinern als Ersatz anboten, bis diese wieder zu einem neuen Geläut kommen sollten. Die technischen Details des jetzigen Tausches, mit der Firma Mark verhandelt, teilte Pfarrer Dr. Berg Gerolstein mit. Dort war Dechant Weber 1943 verstorben und sein Nachfolger, Dechant Molter, antwortete mit einem Einzeiler per Ansichtskarte, dass man sich entschlossen habe, die Gillenfelder Glocke bis zum Ersatz durch eine Bronzeglocke in Gerolstein zu behalten.
Ab dem Zeitpunkt wurde mit harten Bandagen gekämpft. Zwar vertraten De-chant Molter als auch Pfarrer Dr. Berg die Interessen ihrer Kirchengemeinden, aber bei der Schärfe der Auseinandersetzung dürfte auch das persönliche Spannungsverhältnis zu einem Riss in der Beziehung der beiden Geistlichen geführt haben.
Bereit für den Transport nach Gerolstein
Dr. Berg schaltete das Bischöfliche Generalvikariat ein, dessen Kunstausschuss am 13. Oktober 1947 zugunsten Gillenfeld entschied. Daraufhin wurden mit der Firma Mark alle technischen Vorbereitungen für die „Heimholung" der historischen Glocke getroffen. Gerolstein erhob im letzten Moment Einspruch beim Generalvikariat, und der Termin platzte.
In den weiteren Bemühungen wies Gillenfeld stets darauf hin, dass die Stahlglocke nur eine Übergangslösung bis zur Anschaffung eines neuen Gerolsteiner Geläuts sein sollte und bekräftigte die vertraglichen Verpflichtungen aus 1942 durch neue Kirchenvorstandsbeschlüsse. Doch auch dies sowie das Einwirken des Bischöflichen Generalvikariats half nicht. Gerolstein blieb stur und wollte lieber keine Glocke als eine Stahlglocke. Allerdings hing auch zwischenzeitlich eine von der Zivilgemeinde Gerolstein überlasse-ne Bronzeglocke, die sogenannte „Christusglocke", im Gerolsteiner Kirchturm. In den verhärteten Beziehungen drohte Gillenfeld sogar mit einer gerichtlichen Klage, die im Grunde genommen jedoch beide Seiten nicht wollten.
Aus der verfahrenen Situation setzte Pfarrer Dr. Berg dem Glockenstreit im Februar 1948 ein vorläufiges Ende, indem er die erworbene Stahlglocke im Gillenfelder Turm aufhängen ließ. Damit hatte Gillenfeld zwar wieder drei Glocken, jedoch nicht sein abgestimmtes, mittelalterliches Geläut.
Nun kehrte Ruhe in der Sache ein, bis am 07. März 1953 Dechant Molter der Kirchengemeinde Gillenfeld mitteilte, dass Gerolstein im Laufe des Sommers 1953 ein neues Geläut erhalte und die Gillenfelder Leihglocke dann zur Verfügung stehe. Gleichzeitig wurde die vertragliche Verpflichtung von 1942 aufgerufen und Gillenfeld um die Zahlung von 3.341 DM gebeten, die die neue Anna-Glocke kosten sollte. Die mittellose Kirchengemeinde Gillenfeld setzte alle Hebel in Bewegung, um über Zuschüsse oder Beihilfen eine Finanzierung zu finden. Die Bemühungen liefen ins Leere. Leider verrät uns der Aktenvorgang nicht, wie und wann der finanzielle Ausgleich zwischen Gillenfeld und Gerolstein erfolgte.
Die neuen Gerolsteiner Glocken wurden 1956 durch die Glockengießerei Mark gegossen. Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten im Gerolsteiner Turm erkannte August Mark, dem die alte Gillenfelder Glocke von 1465 am Herzen lag, dass damit etwas nicht stimmte. Sie hatte, so vermerkte es Dr. Berg, während des Krieges durch Bordwaffenbeschuss Schäden erlitten. Es kam zu einer Begutachtung durch den Domkapellmeister Dr. Johannes Klassen im Auftrage des Bischöflichen Generalvikariats. Am 29. Januar 1956 teile Dr. Klassen ein äußerst negatives Ergebnis mit, nämlich „dass die Glocke g' in einem neuen Geläut nicht mehr verwendet werden kann."
Die Glocke von 1394 am neuen Friedhof.
Welch eine Ironie des Schicksals! Fast 10 Jahre hatte man um eine Glocke gestritten, die im Grunde genommen nichts mehr wert war!
Statt mit Triumph wieder Einzug in Gillenfeld zu halten, landete unsere alte Glocke in Brockscheid, wo sie vier Jahre lang auf dem Werksgelände der Firma Mark ein Schattendasein fristete.
Schäden am Gillenfelder Glockenstuhl sowie die Misere mit der alten Glocke ließen in Gillenfeld Überlegungen zur Anschaffung eines komplett neuen Geläuts reifen. In der diesbezüglichen Diskussion schrieb der damals über 80jährige Glockengießer August Mark an Pfarrer Dr. Berg, dass er für ihn und die Gillenfelder noch gerne ein feines, neues Geläut gemacht hätte, bevor er „ins Gras beißen" müsse. Die beiden verstanden sich offensichtlich recht gut und sein Wunsch sollte in Erfüllung gehen.
Mutig packte Pfarrer Dr. Berg das große Vorhaben an. Das Wirtschaftswunder ging auch an Gillenfeld nicht vorbei und so ließ sich guten Gewissens an die Spendenwilligkeit der Pfarrkinder appellieren. Erstaunlich schnell kamen die nötigen Gelder zusammen, sodass der Guss der neuen Glocken 1960 der Glockengießerei Mark in Auftrag gegeben werden konnte. Dabei bereiteten August Mark und sein Sohn Hans-August den Gillenfeldern eine besondere Freude, indem sie die defekte Glocke von 1465 durch einen Umguss in exakter Nachbildung wieder auferstehen ließen. Umso triumphaler ihre Rückkehr nach Gillenfeld im neuen glänzenden Gewand, das alles Negative, das sie seit 1940 erlebt hatte, vergessen ließ.
Doch zurück zum eigentlichen Anlass meiner Glockenrecherchen: der ältesten Glocke von 1394. Die Suche nach ihrem Verbleib war nicht einfach, doch gottlob konnte sich ein älterer Mitbürger daran erinnern, dass eine Glocke aus dem früheren Geläut seit 1965 am neuen Friedhof ihren Dienst versieht.
Waren es damals denkmalpflegerische Aspekte, die sie nach dort brachten, oder passte sie einfach von der Größe her zu der neu geschaffenen Anlage? Egal wie — Hauptsache, sie ist noch da!
Es ist eine kleine Glocke mit dem größten unteren Durchmesser von 55 cm, die Johan von Frunde (1364 — 1397) vor 627 Jahren goss. Durch die Inschrift „Mich macht Johan va(n) Frunde anno din (statt dni) 1394" stammt sie eindeutig aus der Hand dieses Meisters.
Die Buchstabentypen lehnen sich an gotische Minuskeln an und die Jahreszahl 1394 ist in römischen Ziffern, allerdings in anderer Schreibweise abgefasst: m ccc lxxxxiiii (m = 1000, ccc = 300, lxxxxiiii = 94). *6 Obwohl zur damaligen Zeit viele Glocken durch Wandergießer vor Ort gegossen wurden, darf man auf Grund seines Tätigkeitsfeldes davon ausgehen, dass mit Johann von Frunde der erste, namentlich bekannte Trierer Meister erfasst wird, der auch dort seine Werkstatt hatte. *7
Die Zahl der nachweislich von de Frunde geschaffenen Glocken ist mit 9 sehr überschaubar und nicht alle sind erhalten. So können wir mit Recht behaupten, dass wir einen wahren Schatz vor Ort haben — und es nicht wussten.
Nun wissen wir es und werden das 627 Jahre alte Relikt spätgotischer Glockengießerkunst mit völlig anderen Augen betrachten und respektvoll ihrem hellen Klang lauschen, wenn sie wieder einmal einen Verstorbenen zur letzten Ruhe geleitet.
Mit den Glocken von 1394 und von 1465 waren zwei Glocken des alten Gillenfelder Geläuts gefunden; doch wo war die dritte, die Glocke von 1435? Auch hier half ein Zeitzeuge, der zu wissen glaubte, dass eine der alten Glocken zu einer der Gillenfelder Filialkirchen gekommen sei. Und tatsächlich: in Ellscheid wurde ich fündig. Als Gillenfeld 1960 sein neues Geläut erhielt, wurde sie nach Ellscheid als Ersatz für die 1942 requirierte Glocke überführt.
Seitdem hängt sie dort im engen Glockenturm, zusammen mit einer Stahlglocke und einer Bronzeglocke von 1475, und in dem Trio spielt sie als „Läuteglocke" sogar die erste Geige. 1435 wurde sie in der Trierer Hexameter-Werkstatt gegossen und ist damit auch fast 600 Jahre alt. „Verdammt lang her", denken wir spontan, doch schauen wir zurück, wie die Welt um 1400 aussah:
Die Welt — das war Europa, die Mittelmeerküste, Süd- und Ostasien. Afrika lag im undurchsichtigen Dunkel. Kaum erst bis zu den Azoren tasteten sich die Seefahrer vor. Im Westen dehnten sich die unbefahrenen Weiten des Atlantik, von Amerika hatte man keine Ahnung. Christoph Columbus war noch nicht einmal geboren. Diese Betrachtung vermittelt uns anschaulich, wie weit die Entstehungstage unserer ältesten Glocken zurückliegen und was sie seitdem alles gesehen und erlebt haben. Daran sollten wir uns erinnern, wenn wir ihren Klang vernehmen.
Der Namenszug des Glockengießers.