von Günter Horten, Niederstadtfeld
Da saß ich mal wieder und machte mir Gedanken über eine kleine Veröffentlichung in unserem Dorfblättchen. Diesmal zum Thema „Osterklappern". Mit viel Freude hatten wir gesehen, wie 30 Mädchen und Jungen die Tradition des Osterklapperns pflegten. Geführt von sechs sogenannten „Hobsten". Die Hobsten sind die Kinder des ältesten Jahrgangs, die die Klapper-Gruppen einteilen, ihnen Straßenzüge zuteilen sowie Eier und Süßigkeiten sammeln und unter den Klapperkindern aufteilen -sprich: Die Hobsten organisieren das Ganze. Beim Blick auf das Foto, das die Hobsten 2023 zeigte, wurde ich nachdenklich. Vier Mädchen und zwei Jungen zeigte das Bild. War das männliche „Hobsten" in Zeiten der allgegenwärtigen Gender-Formulierungen da noch das richtige Wort? Müsste es politisch korrekt nicht Hobst*innen oder vielleicht Höbstässen heißen? Da je! Gendern kann doch nicht so schwer sein. Hohnersteer war ja noch einfach - Hoh-nerkoh bestimmt. Aber die weibliche Form von Battscheler (Schwätzer) fiel mir schon schwer. Battschelerätt? Klang blöd. Leider kommt das Wort nicht aus dem Englischen - Bachelor. Dann wäre es einfach. Der, Die, Das heißt in Englisch schließlich The, The, The. Zu Bangschesser (Angsthase), Neystnotz (Nichtsnutz), Quodder (Quertreiber), Sählef-ruuh (Kennt jeder mindestens einen), Maulaaf (auch den kennt jeder) oder Strunzbeydel (Angeber) fiel mir gar nichts ein. Die weibliche Form von Toapert (ungeschickter Mann)? Die Toapertös etwa? Mahjusebet-ter, das tat ja schon beim Lesen weh! Und natürlich umgekehrt: Wie wäre die männliche Form von Kratzbeescht (streitsüchtiges Frauenzimmer)? Etwa Kratzkamm? Und was ist mit der Trulla? Ich kenne auch viele merkwürdige Männer. Heißen die dann Trullo?
Ech maachen net lang Jeschess! Die Hobsten bleiben bei mir die Hobsten und ein Schouten bleibt eben immer ein Schouten!