Moselfränkisch in Brasilien

von Werner Weber, Eisenach


Seit einigen Jahren beschäftige ich mit der Auswanderung im 19. Jahrhundert nach Brasilien. So habe ich mittlerweile zu vielen Nachkommen der aus Eisenach ausgewanderten Familien nach Brasilien und Nordamerika Kontakt. Oft durften wir schon brasilianische Bürger und USA Staatsangehörige in unserem Haus begrüßen, deren Vorfahren aus unserem Dorf stammen. Dabei ist es interessant, dass in Brasilien das Eifeler- bzw. Hünsrücker Platt noch vielfach gesprochen wird. Dagegen sind unsere Besucher aus den USA überwiegend ohne deutsche Sprachkenntnisse, ihnen ist auch unsere Dialektsprache gänzlich unbekannt. Es könnte an den unterschiedlichen Gegebenheiten der Einwanderer in den entsprechenden Ländern liegen. In Brasilien begannen die Auswanderer, die von Eifel und Hunsrück stammten, gemeinsam den Urwald zu roden. Dadurch blieben sie längere Zeit mit ihren Landsleuten zusammen und unterhielten sich naturgemäß in ihrer Muttersprache. Dagegen arbeiteten in Nordamerika die Ankömmlinge meistens in der Industrie, wurden über das riesige Land verteilt und vergaßen dabei, mangels Gelegenheit, offensichtlich nach und nach ihre deutsche Muttersprache.

Warum die nach Brasilien ausgewanderten Eifeler ihre Dialektsprache noch immer sprechen, hatte wohl noch einen weiteren Grund.

So sehr wir uns über den Erhalt der Mundart freuen, geschuldet ist dies der fehlenden Schulbildung im 19. Jahrhundert auf dem „platten Lande". Das Platt war ihre Muttersprache, Hochdeutsch dagegen sicherlich nur wenigen geläufig. Nur einige konnten ihren Namen schreiben und das waren in der Regel wenige männliche Auswanderer. So lesen wir oft am Ende von Notar- Akten aus dieser Zeit bei der Zeile Unterschrift, den Hinweis des Notars, „sie machten ein beglaubigtes Kreuzzeichen, da sie ihren Namen nicht schreiben konnten", manchmal auch die Bemerkung, „da sie das Schreiben ihres Namens wegen langem Schriftungebrauch vergessen hatten".

Sehr beliebt waren Abkürzungen des Namens der Unterzeichner, sogenannte Hauszeichen. Hierbei konnten die männlichen Beteiligten die Anfangsbuchstaben ihres Familiennamens und ihres Rufnamens unter Dokumente setzen. Diese Hauszeichen konnten in abgeänderter Form oft auch Hinweise auf den Beruf des Unterzeichners geben, vergleichbar mit den Steinmetzzeichen. Ich habe für unser Dorf viele dieser Hauszeichen in alten Dokumenten gefunden.

Bei den zuvor geschilderten Deiziten im Schreiben ist es verständlich, dass die Auswanderer ihren Kindern kaum schulische Bildung beibringen konnten. Dazu kam die fehlende schulische Infrastruktur im brasilianischen Urwald. Es gab dort anfangs keine Schulen, auch keine einheimischen, in denen die Kinder portugiesisch hätten lernen können. Das einzige, was die Ankömmlinge aus ihrer alten Heimat mitgebracht hatten, war ihre natürliche Muttersprache, ihr Dialekt. Sie selbst beherrschten weder in Sprache noch in Schrift ein richtiges Schuldeutsch. Diese Umstände sind heute ein Glücksfall für unseren moselfränkischen Dialekt in Brasilien, der dort noch von vielen Nachkommen gesprochen wird.

Es mag für uns erstaunlich klingen, mit den älteren brasilianischen Besuchern, die bei uns auf der Suche nach ihren Vorfahren sind, kann man sich nicht auf Hochdeutsch unterhalten, sondern nur in unserer gemeinsamen Dialektsprache. Beim Schriftverkehr mit den Nachkommen der Auswanderer nach Brasilien kann man allerdings unsere Schreibschrift nutzen, da sie diese durchaus lesen können. Ihre Rückantwort ist meist im Dialekt geschrieben, denn das Schreiben in Hochdeutsch bringt sie doch oft in enorme Schwierigkeiten.


Kostproben der Briefe aus Brasilien

Liebe Angeherigen und Wervanten in Deitschland

Es ist Weihnachten und der Summer ist hoch, viel mals 40° und42° warm, vielmals khan mahn es nagst nich auhs hallen, so warem ist es. Vie geht es ihnen? Uns geht es alle gtuh un es heffen virh auh vohn euch. De Grohsmutter meiner Mutter haht imme erzehlt das Weihnachten in Deitschland sehr schen wor, well der Schnee gefallt wehr un die Behmen geschmikt hätte un och die Heiser ganz weiß gewesen. Hier in Brasilien duhn mir thannen beom in de Haiser um de Weihnachtszait un dun se mitt farbigen kucheln un lichtern schmecken. Mir gehen morjens zur heilige Mette, dann dun wir mat der Familie feiren. Zum Naacht essen gibth es ein chester, abstam vom Hunchen, Katofel salad un Reiss mit Früchten, zum trenken gibt es Bier. Der Belsnekel kimmt auch um die Geschenken zu geben, alt un jung gewen beschenkt. Unsere Kinna kommen alle zu hause um viehr zu sammen zu feiren. Wenn sie kennte uns Bila schicken von Weihnachsdagen vierden viehr uns sehr freien. So wollen mir uns verabschieden und euch viehle Gesundheit winschen.

Meinen ersten Kontakt vor ca. 15 Jahren nach Brasilien verdanke ich unserem Dialekt. Der erste Besucher aus Brasilien war der 18-jährige Student William Krein aus Rio de Janeiro, der von seinem Vater den Auftrag bekam, neben seinem Studium auch nach den Vorfahren der Familie in Deutschland zu suchen (sein Vorfahre, Peter Krein (Grein), war als erster Eisenacher 1827 nach Brasilien ausgewandert). William Krein besuchte in Brasilien die Deutsche Schule. Als Stipendiat kam er 1999 nach Lübeck, im Jahre 2007 studierte er in Mannheim Volkswirtschaftslehre. Natürlich wäre ihm dabei eine Dialektsprache nicht förderlich gewesen, deshalb sprach er nur unser Hochdeutsch, was er an der Deutschen Schule gelernt hatte. Sein Vater dagegen konnte auch ein wenig Hochdeutsch, den Eifeler Dialekt aber beherrschte er in reinster Form. Wie es zu unserer Begegnung kam, erzähle ich weiter unten.


Zunächst ein kurzer Blick auf die Geschichte der Familie Krein.

William Kreins Vorfahre aus Eisenach Peter Krein, nennt als Beruf Tagelöhner und Pflüger, sein Urgroßvater Theodor war Bauer in Brasilien, Großvater Arnoldo lebte vom Schneiderhandwerk. Sein Vater betrieb in Rio de Janeiro an der Copacabana eine Schmuckfabrik. Als Schmuckhändler war dieser des Öfteren auf Verkaufsfahrt in Europa und somit auch in Deutschland, besonders in der Edelsteinstadt Idar - Oberstein. Mit seinen deutschen Geschäftspartnern unterhielt er sich in Hochdeutsch mit „Striefen".

Paris war oft der Ausgangspunkt der Geschäftsreisen nach Luxemburg und Deutschland. Als Zwischenstation nach Idar-Oberstein übernachtete er in einem Trierer Hotel. Und hier beginnt die Geschichte, wie es letztlich zu dem Kontakt mit William und mir kam.

Beim Abendessen in einem Trierer Hotel drangen plötzlich vom Nachbartisch Gesprächsfetzen in einer vertrauten Sprache an das Ohr des Herrn Krein. Dort unterhielten sich andere Gäste in einer Sprache, die er aus Brasilien kannte und die auch er beherrschte. Als er die Gäste am Nachbartisch darauf ansprach, erklärten sie ihm, dass sie aus der Eifel kämen und dies ihr Dialekt sei. „Mir senn aus da Äfel do schwätzt ma su" (wir sind aus der Eifel, dort redet man so) klärten sie ihn auf. Nun wurde Herr Krein neugierig und im weiteren Verlauf des Gespräches erzählte er den Gesprächspartnern, dass seine Vorfahren aus Deutschland nach Brasilien ausgewandert seien, aus der Stadt Eisenach in Preußen. „Eissenoch geht et awa och hei an da Südäfel, net wait von Trer wäsch"(Eisenach gibt es aber auch in der Südeifel, nicht weit weg von Trier) klärten sie ihren verdutzten Tischnachbarn auf. Er hatte immer geglaubt, seine Familie stamme aus Eisenach in Thüringen, sollte das nicht so sein? Nachdenklich ließen ihn die Eifeler zurück.

Als dann sein Sohn William Krein ein Stipendium an einer deutschen Schule in Lübeck erhielt, sollte er, wie oben schon erwähnt, auf die Bitte seines Vaters auch nach dem Heimatort seiner Vorfahren forschen. Da er im großen Eisenach in Thüringen schon vergeblich gesucht hatte, erzählte ihm sein Vater nun von dem kleinen Dorf in der Eifel. Daraufhin machte sich William dort auf Spurensuche. Nach langer Zug- und Busfahrt war er endlich in Irrel angekommen. Sein Ziel, der Eisenacher Friedhof. Aber dort fand er nirgends einen Grabstein mit dem Namen Krein. Enttäuscht machte er sich per Anhalter wieder zurück auf den Weg nach Irrel. Doch nun begegnete ihm das Glück in Form eines verständnisvollen Autofahrers, dem er sein Anliegen erzählte. „Wenn dat su aß, fohren aich daich zereck no Eissenoch, do gett et änen den kahn dier bestemmt wedda helfen."(wenn das so ist, dann fahr ich dich zurück nach Eisenach, dort gibt es jemanden, der kann dir bestimmt weiterhelfen) Prompt wendete der Autofahrer und brachte William zu mir.

Mit dem Besuch von William Krein begann mein Interesse an Menschen, die in bitterster Not unser Dorf verlassen hatten, um sich in Amerika eine neue Existenz aufzubauen.

Dabei stellte ich fest, dass viele Nachkommen der Auswanderer heute auf der Suche nach den Spuren ihrer Vorfahren sind. Inzwischen habe ich 175 ehemalige Einwohner aus Eisenach namentlich gefunden, die ihre Heimat verlassen haben. Zu 15 Familien in Brasilien und einer Familie in Florida / USA habe ich brieflichen Kontakt. Einige Familien haben uns schon besucht und sie freuen sich, wenn wir ihnen ihre alte Heimat zeigen. Mittlerweile scheinen sich meine Kontakte zu den deutschen Auswanderern in der deutschen Kolonie im südlichen Brasilien herumgesprochen zu haben. So konnte ich auch einigen Nachfahren aus anderen Orten der Südeifel die Heimat ihrer Vorfahren zeigen.

Von den Nachkommen der Familie Theodor Werner, erhielt ich als Gastgeschenk ein sehr interessantes Buch mit dem Titel Beitrag zur Geschichte von Nova Petropolis, erschienen im Jahre 1988.

Der Kreis Nova Petropolis ist ein Landstrich im Süden von Brasilien, in der Region Rio Grande do Sol, wo auch viele Eisena-cher eine neue Heimat fanden. Die Landschaft dort hat sehr viel Ähnlichkeit mit der hügeligen Eifeler Heimat. Die höchste Erhebung ist 820 m hoch und die Temperatur schwankt im Hochland zwischen 32° plus und 3° minus. Es gibt strenge Winter mit Frostnächten und auch Schneefall. Da dieses Klima in den zugewiesenen und zur Rodung freigegebenen Distrikten (Picadas) dem der Eifel ähnlich war, fiel es den Zugezogenen offensichtlich etwas leichter, sich dort im Süden nieder zu lassen.

Im Jahre 1984 wurde der 160. Jahrestag der deutschen Einwanderung in Porto Alegre in der Provinz Rio Grande do Sul gefeiert. Dort strandeten zunächst die Auswanderer, die meisten zogen aber gleich weiter in die den Deutschen zugewiesenen Siedlungsgebiete.

Das oben erwähnte Buch, geschrieben von Nachkommen der Auswanderer, erzählt sehr eindringlich, mit welchen Problemen die ersten Auswanderer während der Überfahrt und bei der Ankunft in der unbekannten neuen Heimat Brasilien zu kämpfen hatten

... auch über die Tränen, die vergossen wurden, als die letzten Bilder der Heimat verschwanden, das Angstgefühl und die Furcht während der langen Überfahrt, die Unsicherheit über die Zukunft im fremden Land, waren Gemütserregungen, die zur Umgestaltung ihrer Existenz beigetragen haben.

... in der Seele eines jeden Sohnes dieses Landes beindet sich das verehrungswürdige Bild einer Großmutter oder eines Großvaters eingeprägt, der seine eigene Version der „Geschichten von früher" erzählt.

... und die neuen Generationen wuchsen verwurzelt in der heimatlichen Scholle heran, in einem tiefgründigen und geheimnisvollen Empinden, das Raum und Zeit überbrückt.

„Uns fällt die ehrenhafte Aufgabe zu, die Erinnerungen festzuhalten und damit auch das Bild zu verstärken, das die jüngere Generation von sich selber hat", heißt es über die Ankunft der Fremden in ihrer neuen Heimat.

In diesem Sinne befragte eine Arbeitsgruppe Nachkommen, der nun in Brasilien sesshaften Europäer. Wenn dabei auch keiner unserer ehemaligen Eisena-cher Mitbürger befragt wurde, so weist doch vieles auch auf ihr Schicksal hin. Besonders interessant sind die Mitteilungen der Befragten, weil sie in unserem heimischen Dialekt geantwortet haben. Wenn auch die Hunsrücker Aussprache überwiegt, so ist es doch der gemeinsame Moselfränkische Dialekt, der in Brasilien gesprochen wird und der noch immer an die ehemalige Heimat erinnert.


So berichten einige über die Schiffsfahrt ihrer Vorfahren nach Brasilien:

„Die sinn mit einer Nusschale gefahren, mit dem Segelschiff....dann senn se heut gefahren un Nachts hat de Wind se wieder zurickgejagt."

„Die haben über 3 Monate gebraucht, bis sie in Brasilien kamen, un dan hatten se kein Lebensmittel, nix mea, wa alles all, kein Wasser mea, bisschen Sauerkraut hatten se noch gehatt".

Di han jo gemeent, dat wea hierum bessa, Die sin jo lang uf,m Wassa gewees, wie dann, wenn Kinna gestorb sin, ins Wassa geschmiss han. Die Räs hot solang gedauat, dass se nix me hatte zu esse".

Wir sahen ein kleines Schiff vor uns, worin dreihundert Menschen, inklusive der Kinder verpackt werden sollten. Ich sage „verpackt", denn für einen erwachsenen Menschen stand nur vierzehn Zoll Raum zur Verfügung.

Fünfzig bis sechzig Personen wurden regelmäßig auf das Vordeck zum Einatmen frischer Luft gelassen. So kann man nichts anderes sagen, als dass diese Menschen eine verpackten Ware waren. Wer dergleichen noch nicht wahrgenommen hat, muss erschrecken, wenn er erfährt, dass zu einer Reise nach Brasilien mindestens neun Wochen erforderlich sind, während welcher Zeit ein auf diese Weise eingeschlossener Reisender in der fürchterlichsten Hitze nicht aufrecht stehen oder sitzen kann, sondern in einem Raume von vierzehn Zoll Breite und etwa zwei und einen halben Fuß Höhe, still liegen muss ohne sich der Länge ausstrecken zu können...

Zur Ankunft in Brasilien wird berichtet: ... die Urgroßmutta hatt imma gewollt nach Brasilien, weil se gehert hat von Brasilien, weil et dot so scheen wea.

... die sinn mit em gewehnlichen Segelschiff gekommen, bis Porto Alegre. Dann mit em Boot den Rio Cai rauf bis nach Sao Sebasti-co, un dann mit Mule, Eseln, da raus bis auf Petropolis im Urwald, die ganz Wannaschaft ist alles mit Mulis gemacht worn.

... als wir in dieses Land gekommen sind, hat meine Mutter sich auf eine Kiste gesetzt und hat angefangen zu weinen: Wo ist denn die Kirche? Wo ist die Schule für meine Kinder?


Der Glaube, Bericht eines Pastors:

In Deutschland hatten sie zu den armen Bauern gehört, hier in der Fremde, im Wald sozusagen, von der Hand in den Mund lebend, mussten sie lernen, auf noch mehr zu verzichten. Ihr Leben wurde zum Kampf ums Überleben. Doch eines wollten sie auf keinen Fall entbehren, die Gemeinschaft, das Wort Gottes, die Taufe und Konfirmation, das hl. Abendmahl, den Gottesdienst, die christliche Unterweisung und schließlich ein christliches Begräbnis. Es mag damals gewesen sein, wie es heute ist; dass es Gleichgültige und Ungläubige gab, aber aus den Aufzeichnungen vergangener Zeit wissen wir, dass viele Bibel, Gesangbuch, Katechismus und Gebetbuch aus der alten Heimat mitnahmen und lieber notwendiges Handwerksgerät zurückließen, als auf diese Güter für Zeit und Ewigkeit zu verzichten.


Die Schule, um die sich die Einwanderer selbst kümmern mussten:

... wie ich in die Schul gang bin, do wao jo so en deitsche Lehrer komm. Den is emma dem Boch no gang. Wenn ma alt genoch woa, fa den untericht, se ma konformiert worden, ob ma wat konnten oder net, dat wa egal. Mia musste den Lehrer selbst bezahle. Kehren musste ma de Schul un obpotzen. ... jo dat wa schlemm gewees fria, weil kee Lehra waren wo Brasilianisch lere konnten.


Die Urbarmachung des Urwalds:

... das Land han se angewiesen krieht, von der Regierung. Do sin se dann mit Facao (Grosses Messer) und Buschmesser (Sichel mit langem Stiel) dorch de Wald, durch de Felsen runna bis se soten: Das ist das Land, das ist unser Land. Han se dann im Wald rum bisschen frei gemacht, um das se en Obdach nachts hatten, fer nochher en bessi mi zu bauen.


Der Hausbau

... un di hatten all Haisa, die eschten Häusa gebaut ohne Fussboden. De Kisch wa ohne Fussboden, weil do hat ma so en Feierherdsche un, frei ob em Boden.


Krankheiten

... de alte Lamberty is nach Brasilien komm mat 7 Kanna, un hot hei noch 8 Stick nohgreht. Do is doch en kolossale Krankheit ausgebroch. Typhus un sogor Pocken. Un so sin der Familie 8 oder 9 Kanna verlor gang, welche hun Pocken un Typhus zu gleich kreht hun. Dat war 1850 - 1851 un 1852.


Das harte Leben

... Sonndesmorjens hot de Motta dem Vatter de Hoar geschnitt, mat da Schofschea, dan as se komm un hot de Lais runna gekämmt. Dann hot se de Betta gedreht, de voll Wanzen waren. Von Schoh wussten mir jo nichts, wie ma aus der Schul komm sin, de älteste hot en poor Schoh kreht, un de hunn eich och manschmol ungedohn. Ma most Barfoss gohn, ob et gerent hot oda geschneit. Ma musste noch ze Foss lohfen, 5 km durch de Wald bis an de Schul.