Die Sache mit dem Klopapier

von Heidi Probst, Gommersheim


Als vor noch gar nicht allzu langer Zeit die Regale in den Einkaufsmärkten leer geplündert waren kam mir schmunzelnd die „Geschäfts" - Idee meines Opas in den Sinn ...

Dann sah ich ihn wieder vor mir, wie er den Stapel alter Zeitungen mit seinem Taschenmesser fein säuberlich in kleine Stücke schnitt und zwar alle in die Größe eines DIN A 5 Blattes. Sorgfältig platzierte er diese an den Nagel der Wand unseres Freiluftklosetts — den sogenannten „Toilettenpapierhalter".

Na ja, es war nicht von der Marke „Sanft", aber trotzdem sicher — auch wenn es nur einlagig war. Da Sparsamkeit bei uns auch damals schon großgeschrieben wurde hatten wir mit der Umsetzung dieser Hygienemaßnahmen keine Schwierigkeiten.

Immerhin konnten wir uns so noch den neuesten Schlagzeilen widmen, bevor es dann im wahrsten Sinne des Wortes abwärts ging.

Heutzutage würde diese Maßnahme wahrscheinlich einige technische Probleme hervorrufen. Doch sollte mal wieder jemand wegen dieses Papiers völlig „von der Rolle" sein ... Not macht bekanntlich erfinderisch!